Rechtsanwältin Ines Gläser, Fachanwältin für Medizinrecht

Motorrad fahren – aber sicher!

Der Winter scheint endlich auf dem Rückzug und der Frühling setzt sich allmählich durch. An den ersten schönen Wochenenden waren bereits viele Motorradfahrer unterwegs und haben sich nach der langen Winterpause den Fahrtwind um die Nase wehen lassen.

Wer hat da nicht gleich das Bild von kurvigen Landstraßen und der Fahrt gen Sonnenuntergang im Hinterkopf? Schön auch die Vorstellung, einmal ohne Helm unterwegs zu sein, so wie auf dem Highway in den USA.

Allerdings ist das, was sich nach grenzenloser Freiheit anhört, hier bei uns in Deutschland leider oder vielmehr zum Glück nicht erlaubt. § 21 a Abs. 2 StVO schreibt nämlich das Tragen eines geeigneten Schutzhelmes vor.
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Rechtsanwältin Irem Scholz, Fachanwältin für Medizinrecht

BGH stärkt Patientenrechte: Hemmung der Verjährung durch Schlichtungsverfahren bei Ärztekammern

Macht ein Patient wegen eines ärztlichen Behandlungsfehlers Schadensersatzansprüche bei einer von den Ärztekammern eingerichteten Schlichtungsstelle geltend, tritt die Hemmung der Verjährung auch dann ein, wenn der Arzt oder dessen Haftpflichtversicherung das Schlichtungsverfahren ablehnen.

Schadenersatz- und Schmerzensgeldansprüche wegen eines vermuteten Behandlungsfehlers unterliegen grundsätzlich der Verjährung.
Als Faustformel gilt: Die Ansprüche verjähren grundsätzlich nach drei Jahren. Weiterlesen

Thomas Gfrörer, Rechtsanwalt und Partner

Wenn die Versicherung nicht zahlen will …

Schmerzensgeld muss schnell gezahlt werden. Sobald die Haftung feststeht und der Schaden überschaubar ist, muss die gegnerische Versicherung, wenn schon nicht die ganze Summe, dann zumindest hohe Abschlagszahlungen auf das Schmerzensgeld leisten. Denn nur dann, so die Rechtsprechung, kann das Schmerzensgeld seine Funktion, ein Ausgleich für entgangene Lebensqualität und Lebensfreude zu sein, am besten erfüllen.
Doch Versicherungen spielen gerne auf Zeit. Sie kommen ihrer Verpflichtung nicht immer nach, finden 1001 Ausflüchte, um nicht zahlen zu müssen – wie wir es einmal mehr in einem unserer aktuellen Fälle erfahren mussten. Weiterlesen

Rechtsanwältin Irem Scholz, Fachanwältin für Medizinrecht

Kein (privater) Unfallversicherungsschutz bei Heilmaßnahmen?!

Die private Unfallversicherung tritt ein, wenn die versicherte Person einen Unfall erleidet. Dem Geschädigten steht dann die vertraglich vereinbarte Versicherungssumme zu, die in der Regel als Kapitalleistung gezahlt wird. Art und Höhe der Leistungen hängen vom jeweiligen Unfallversicherungsvertrag nebst mit abgeschlossener Bedingungen ab.

Häufig bestehen Meinungsverschiedenheiten darüber, wann überhaupt von einem Unfall auszugehen ist. Weiterlesen

Rechtsanwältin Melanie Kamper

Medizinische Begutachtung von Unfallopfern – Rückblick auf den 55. Verkehrsgerichtstag in Goslar

Möglicherweise haben Sie es in den Medien verfolgt. Vergangene Woche hat der Verkehrsgerichtstag in Goslar stattgefunden. Der Arbeitskreis V, in dem wir vertreten waren, beschäftigte sich mit dem Thema „Medizinische Begutachtung von Unfallopfern“.

Qualität medizinischer Gutachten

Einigkeit bestand darin, dass die Qualität der medizinischen Gutachten verbessert und die Erstellung der Gutachten beschleunigt werden müssen. Es soll ein Gremium zusammenkommen, um allgemeingültige Standards zu fixieren. Im Laufe der Tagung zeigte sich, dass sowohl Versicherer als auch die Anwälte der Betroffenen ein großes Interesse an Gutachten mit Hand und Fuß haben. Denn diese sind die Basis für eine angemessene Regulierung. Weiterlesen