Rechtsanwältin Melanie Kamper

Medizinische Begutachtung von Unfallopfern – Rückblick auf den 55. Verkehrsgerichtstag in Goslar

Möglicherweise haben Sie es in den Medien verfolgt. Vergangene Woche hat der Verkehrsgerichtstag in Goslar stattgefunden. Der Arbeitskreis V, in dem wir vertreten waren, beschäftigte sich mit dem Thema „Medizinische Begutachtung von Unfallopfern“. Weiterlesen

Melanie Mathis, Rechtsanwältin

55. Verkehrsgerichtstag Goslar 2017

Vom 25. bis 27. Januar findet der 55. Deutsche Verkehrsgerichtstag in Goslar statt. Etwa 2000 Verkehrsexperten greifen in dem in Deutschland mit Abstand wichtigsten verkehrsrechtlichen Kongress aktuelle Themen des Verkehrsrechts auf und erarbeiten Empfehlungen, die erfahrungsgemäß große Bedeutung in Gesetzgebungsverfahren haben. Weiterlesen

Rechtsanwältin Ines Gläser, Fachanwältin für Medizinrecht

Mehrfach fehlerhafte Operationen: Das erstbehandelnde Krankenhaus haftet

In einem Urteil vom 15.11.2016 (Az. 26U 37/14) hat das Oberlandesgericht Hamm entschieden, dass das für die erste Operation verantwortliche Krankenhaus auch für die Folgen weiterer grob behandlungsfehlerhaft durchgeführter Operationen haftet. Weiterlesen

Sven Wilhelmy, Rechtsanwalt

200.000 EUR Schmerzensgeld für ein Frontalhirnsyndrom

Das Oberlandesgericht Köln hat sich in einem Urteil vom 13.04.2016 (Az. 5 U 107/15) zur Schmerzensgeldbemessung bei einem Frontalhirnsyndrom geäußert.
Geklagt hatte ein 42-jähriger Mann, der seit Jahren Probleme mit der Nasenatmung hatte und an einer chronischen Nasennebenhöhlenentzündung litt.

Er folgte der Empfehlung des behandelnden HNO-Arztes und entschied sich zu einer operativen Begradigung der Nasenscheidenwand. Nach der Operation kam es zu einer Einblutung im Gehirn, verursacht von einer Verletzung der Schädelbasis. Als Folge dieser Einblutung erlitt der Kläger einen vollständigen Verlust des Orientierungsvermögens, der Konzentrationsfähigkeit, des Antriebs, der Entschlussfähigkeit, der Libido, des Geschmacksinns und der Fähigkeit, Freude zu empfinden. Dies führte zu einer nachhaltigen Veränderung der Persönlichkeit und zu vollständiger Erwerbsunfähigkeit. Weiterlesen

Melanie Mathis, Rechtsanwältin

Warum man lieber nicht zu viel Glühwein ???? trinken sollte…

Am Wochenende beginnen die Weihnachtsmärkte und da trinkt der ein oder andere gerne auch einmal 1, 2, 3… Glühweinchen. Vorbildliche Verkehrsteilnehmer lassen dann ihr Auto stehen und gehen zu Fuß nach Hause. Doch was ist, wenn Sie in dieser Situation von einem PKW angefahren werden?
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Rechtsanwältin Laura Quirmbach, Fachanwältin für Medizinrecht

Zulässigkeit der Feststellungsklage auch bei schon bezifferbaren Schadenspositionen

Der BGH hat nochmals festgestellt, dass keine allgemeine Subsidiarität der Feststellungsklage gegenüber der Leistungsklage besteht und mit Urteil vom 19.04.2016 (VI ZR 506/14) wie folgt entschieden:

„Der Kläger ist nicht gehalten, seine Klage in eine Leistungs- und in eine Feststellungsklage aufzuspalten, wenn bei Klageerhebung ein Teil des Schadens schon entstanden, die Entstehung weiteren Schadens aber noch zu erwarten ist. Einzelne bei Klageerhebung bereits entstandene Schadenspositionen stellen lediglich einen Schadensteil in diesem Sinne dar.“ Weiterlesen

Rechtsanwältin Irem Scholz, Fachanwältin für Medizinrecht

Schmerzensgeldbeträge und Schadensersatz bei Geburtsschäden

Das Oberlandesgericht Hamm hat mit Urteil vom 17.3.2015 (Az. 26 U 108/13) einem aufgrund einer verspäteten Einleitung eines Notkaiserschnitts schwerstbehinderten Kind ein Schmerzensgeld in Höhe von 300.000,00 € zugesprochen.

Bei dem Kind kam es infolge einer schwerwiegenden Verzögerung der Notfallmaßnahme zu einem massiven Sauerstoffmangel, der mindestens 29 Minuten dauerte und schwerste Hirnschäden und damit sowohl geistige als auch körperliche Behinderungen verursachte.
Das Vorgericht, das Landgericht Bielefeld, hatte nur ein Schmerzensgeld von 190.000,00 € für angemessen erachtet. Das OLG Hamm begründete sein deutlich höheres Schmerzensgeld zurecht mit den gravierenden Schäden, die die Klägerin infolge des Sauerstoffmangels erlitten hat. Weiterlesen

Rechtsanwältin, Irem Scholz, Fachanwältin für Medizinrecht

Die private Unfallversicherung: Das am besten gehütete Geheimnis

Wissen Sie exakt, welche Versicherungen Sie abgeschlossen haben? Und wissen Sie auf Anhieb, ob Sie eine private Unfallversicherung haben? Mich würde es nicht überraschen, wenn Sie spontan „Nein“ sagen.

Meine Erfahrung ist, dass zahlreiche Unfallgeschädigte gar nicht wissen, dass sie über einen privaten Unfallversicherungsschutz verfügen.
Manchmal ist die Unfallversicherung Teil eines ganzen Versicherungspakets, das man bei einem Versicherungsunternehmen abgeschlossen hat. Der Unfallversicherungsvertrag geht dann nicht selten neben der Hausrat-, Gebäude- und Haftpflichtversicherung unter. Weiterlesen

Sven Wilhelmy, Rechtsanwalt

Direkter Auskunftsanspruch des Patienten

Das Oberlandesgericht (OLG) Oldenburg hat entschieden, dass ein Patient gemäß § 630c Abs 2 S 2 BGB nicht nur einen Anspruch darauf hat, von seinem Arzt darüber informiert zu werden, ob Umstände für einen Behandlungsfehler vorliegen, sondern auf Nachfrage auch darüber, dass aus Sicht des Arztes keine Anhaltspunkte für einen Behandlungsfehler vorliegen (Beschluss vom 25.08.2015, Az. 5 W 35/15). Weiterlesen