• Martin Quirmbach, Gründungspartner und Namensgeber

    Anwalt für medizinrecht

Rechtsanwalt Martin Quirmbach 

Experte für Arzthaftungsrecht / Gründungspartner, Namensgeber und seit 2018 Berater der Kanzlei

An meinem 60. Geburtstag fragte mich meine Frau: „Und, mein Lieber, bist du zufrieden mit dem, was du bis jetzt in deinem Leben erreicht hast?“ Meine Antwort war ein uneingeschränktes Ja.

Die Frage hat mich dann aber doch zu einem eingehenden persönlichen Rückblick inspiriert. Ja, in der Rückschau bin ich sehr zufrieden. Seit mehr als 40 Jahren bin ich mit meiner Frau, Konstanze Quirmbach, verheiratet. Ich bin stolz auf meinen Sohn Sebastian, der als Betriebswirt und Manager die Kanzlei leitet. Meine beiden Enkel, Lucas und Lucia wecken unglaubliche Freude als Opa in mir.

Außerdem ist ein Lebenstraum Wirklichkeit geworden: Schon immer wollte ich in einem fernen Land leben und arbeiten. Die Wahl fiel – nicht zuletzt wegen des „Indian Summer“ – auf Nova Scotia (Ost-Kanada), wo meine Frau und ich mehr als 10 Jahre an einem See beziehungsweise am Meer lebten.

Inzwischen leben wir die meiste Zeit in der Nähe von Valencia, Spanien. Und das Beste: Dank moderner Kommunikationstools kann ich meinen Kollegen in der Kanzlei von jedem Teil der Welt aus mit Rat und Tat zu Seite stehen.

Berufsstart als Rechtsanwalt: Wie alles begann

Ich darf also sagen, dass ich nicht nur privat, sondern auch beruflich rundum zufrieden bin. Doch das war nicht immer so – ich musste einige Hürden überwinden.

Angefangen habe ich 1982 als Rechtsanwalt in einem kleinen Ort im Westerwald. Meine Vorstellung, der furchtlose Retter aller Rechtlosen zu sein, wurde jedoch schon bald von der Realität überholt. Ich erkannte schnell, dass es vor Gericht nicht um Gerechtigkeit geht, sondern darum, eine Lösung für bestimmte Sachverhalte zu finden. Der eigene Einfluss auf das Geschehen bleibt oft überschaubar .

Und ich lernte ebenso schnell, dass es wenig Sinn macht, auf allen Hochzeiten zu tanzen. Somit reifte die Erkenntnis, dass eine Spezialisierung notwendig war, um wirklich Einfluss zu nehmen und für meine Mandanten die große Hilfe zu sein, die ich sein wollte.

Spezialisierung: Welche Rolle mein Bruder spielte

Dass ich mich dann für das Fachgebiet Medizinrecht, konkret Arzthaftungsrecht, entschieden habe, lag auch an meinem Bruder. Er war ein begnadeter Mediziner und hat mein Interesse für diesen Bereich geweckt. Unsere Gespräche über medizinische Themen und sein Berufsethos haben mich stark geprägt.

Auch eine persönliche Erfahrung hat bei der Entscheidung für das Arzthaftungsrecht eine wichtige Rolle gespielt. Als junger Mann wurde ich in einer Uniklinik zwei Jahre lang intensiv auf Tuberkulose behandelt, bis sich herausstellte, dass ich gar nicht an Tuberkulose erkrankt war. Ich wurde für gesund erklärt, hatte aber in den beiden Jahren einige Dutzend Kilogramm an Medikamenten eingenommen.

Neben dem Arzthaftungsrecht habe ich mich auf Personenschadensregulierung spezialisiert, weil beide Fachgebiete eng verbunden sind. Anders formuliert: Eine optimale Vertretung in Arzthaftungssachen ist unmöglich, wenn man nicht zugleich Experte für Personenschäden ist.

Anwalt für Patienten: Warum ich nur für eine Seite arbeite

Von Anfang an war mir klar, dass ich nur für Patienten tätig sein kann. Ich habe nichts gegen Ärzte, im Gegenteil: Ich respektiere sie und ihren verantwortungsvollen Beruf. Und ich bedauere, dass viele von ihnen unter schlechten Bedingungen arbeiten müssen.

Doch ich habe ein Problem mit Versicherungen, genauer gesagt: mit der Art und Weise, wie sie bei der Schadensregulierung vorgehen. Aus diesem Grunde wäre es mir nicht möglich, Versicherer zu vertreten – zumal ich ohnehin überzeugt bin, dass ein Anwalt nicht glaubwürdig auf beiden Seiten arbeiten kann.

Motivation: Was mich (weiter) antreibt

Ich habe in meinem Berufsleben mehr als fünfzigtausend Anfragen beantwortet und dabei einen tiefen Einblick in alle Facetten menschlichen Leids gewonnen. Diese Erfahrungen sind für mich Auftrag und Ansporn, mich voll und ganz für jeden einzelnen Mandanten einzusetzen und für die Stärkung der Rechte von Schwerstgeschädigten zu kämpfen.

Zudem war es mir immer wichtig, mit Kolleginnen und Kollegen zusammenzuarbeiten, die meine Philosophie teilen. Das hat meine Personalentscheidungen geprägt, und ich freue mich sehr, dass sämtliche Mitglieder des Kanzlei-Teams mit großer Entschlossenheit für Geschädigte kämpfen.

Das hat es mir deutlich leichter gemacht, die Anteile an der Kanzlei Anfang 2018 in jüngere Hände zu übergeben. Ich bin aber weiterhin als Berater Teil des Teams und bringe in dieser Funktion meine gesamte Erfahrung und Expertise ein.

„Sehr geehrter, lieber Herr Quirmbach, auf diesem Wege möchten meine Frau und ich uns nochmals sehr herzlich bei Ihnen für Ihre Arbeit, Ihre Bemühunhen, Ihre kompetente Recherche, vor allem aber für Ihr Einfühlungsvermögen und Ihren Bestand recht herzlich bedanken …“

aus der Rückmeldung eines Mandanten an Rechtsanwalt Quirmbach

Opferschutz: Eine Lobby für Geschädigte

Meine Aufgabe für die Zukunft sehe ich darin, eine Lobby für Betroffene zu schaffen. Ich möchte einflussreiche Institutionen und Persönlichkeiten gewinnen, um die Öffentlichkeit zu mobilisieren. Ich denke daran, eine Organisation zu gründen, unter Umständen in Form einer Stiftung, die Geschädigte mit Rat und Tat unterstützt, in bestimmten Fällen auch finanziell.

Denn ich bin überzeugt: Eine starke Gemeinschaft von Betroffenen und Unterstützern ist die einzige Chance, um Druck auf die Politik zu machen und die derzeit unhaltbaren Zustände in der Schadensregulierung – verursacht vor allem durch die Versicherer, aber auch durch Gerichte – zu ändern.

Meine Erfahrungen nach zehn Jahren Kanada haben mich darin bestärkt, für dieses Ziel zu kämpfen. Denn hier begegnen Politik und Gesellschaft Behinderten mit sehr viel größerem Interesse und weitaus besserer Unterstützung. Sie sind weitestgehend in die Gesellschaft integriert.

In Deutschland habe ich dagegen den Eindruck, dass sich das Engagement für Behinderte darauf beschränkt, Behindertenparkplätze auszuweisen. Gleichzeitig wird vielen Behinderten das Merkzeichen aG (besonders schwere Gehbehinderung) verweigert, das erforderlich ist, um diese Parkplätze zu benutzen. Behinderte haben in diesem Land keine echte Lobby – und sind oft die ersten, die von Einsparungen betroffen sind.

Dem möchte ich mit aller Kraft entgegenwirken!

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