Melanie Mathis, Rechtsanwältin

55. Verkehrsgerichtstag Goslar 2017

Vom 25. bis 27. Januar findet der 55. Deutsche Verkehrsgerichtstag in Goslar statt. Etwa 2000 Verkehrsexperten greifen in dem in Deutschland mit Abstand wichtigsten verkehrsrechtlichen Kongress aktuelle Themen des Verkehrsrechts auf und erarbeiten Empfehlungen, die erfahrungsgemäß große Bedeutung in Gesetzgebungsverfahren haben.

55. Verkehrsgerichtstag Goslar 2017Das Anwaltsbüro Quirmbach und Partner ist mit vier Anwälten vor Ort. Die Rechtsanwältinnen Melanie Mathis, Valeska Strunk, Ellen Wunder sowie Rechtsanwalt Helmut Gräfenstein besuchen den Arbeitskreis V mit dem Thema „Medizinische Begutachtung von Unfallopfern“. Sicherlich ist dies der für Unfallopfer bedeutendste Arbeitskreis. Diskutiert werden die Anforderungen an Gutachter und Gutachten, die Mitwirkungspflichten der Geschädigten sowie die Handhabung der Schweigepflichtentbindungserklärungen.

Medizinische Gutachten gewinnen im Rahmen der Schadensregulierung immer mehr an Bedeutung. Nicht nur im gerichtlichen Verfahren, sondern bereits bei den außergerichtlichen Verhandlungen bedarf es einer Stellungnahme von medizinischen Sachverständigen, um das Ausmaß der unfallbedingten Verletzungen, den zu erwartenden Heilungsprozess sowie die verbleibenden Beeinträchtigungen und Einschränkungen zu ermitteln.
Doch wie findet der Geschädigte einen geeigneten, fachlich qualifizierten Sachverständigen? Ziel des Arbeitskreises wird es sein, praktikable Antworten zu erarbeiten.

Besonders spannend wird die Diskussion der Frage sein, welche Daten der Geschädigte zum Zwecke der Regulierung gegenüber den Versicherungen preisgeben muss und welche Mitwirkungspflichten er hat. Muss eine Schweigepflichtteilungserklärung unterzeichnet werden und muss der Geschädigte seine Daten uneingeschränkt offenlegen? Muss er sich den notwendigen Untersuchungen alleine stellen oder kann er sich von einer Vertrauensperson begleiten lassen?

Wir setzen uns dafür ein, dass eine Empfehlung ausgesprochen wird, die die geschädigten Unfallopfer in Zukunft besser schützt und ihnen mehr Rechte gibt.
Und wir hoffen, dass wir mit guten Nachrichten vom Deutschen Verkehrsgerichtstag zurückkehren werden und werden selbst verständlich darüber berichten.

Melanie Mathis, Rechtsanwältin

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