Quirmbach und Partner, Arzthaftungsrecht und Personenschäden

Erfolgreich abgeschlossene Geburtschaden-Mandate

Verspätete Sectio-Indikation
Entschädigungssumme: 1.252.000,00 € plus Monatsrente von 2.700,00 €

mehr erfahren    

Sachverhalt:
Die kleine Mandantin erlitt bei der Geburt aufgrund eines Sauerstoffmangels einen Gehirnschaden. Sie ist seitdem gelähmt, geistig behindert und hört und sieht schlecht. Im Gerichtsverfahren stellte sich heraus, dass es auf der Station – an einem Samstag – zu einer gut einstündigen Überwachungslücke gekommen war. Die Ursache für diese verhängnisvolle Lücke konnte nicht geklärt werden. Ein Notkaiserschnitt wurde zu spät eingeleitet. Dabei war vorher bereits klar gewesen, dass es sich in diesem Fall um eine Risikoschwangerschaft gehandelt hatte.
Das Landgericht hatte die Klage der Familie auf Schmerzensgeld zunächst abgewiesen. Im Berufungsverfahren vor dem OLG werteten Sachverständige das ärztliche Vorgehen als groben Behandlungsfehler.

Regulierung:
Gerichtlicher Vergleich mit einem Schmerzensgeld in Höhe von 700.000,00 €.
Dazu kommen eine Entschädigung für die vergangenen zehn Jahre in Höhe von 525.000,00 € und eine Monatsrente in Höhe von 2700,00 €.


Dauerschaden nach Schulterdystokie
Gesamtentschädigung: 400.000,00 €

mehr erfahren    

Sachverhalt:
Das Kind blieb bei Geburt mit der linken Schulter im Geburtskanal stecken und trug einen Dauerschaden davon. Der Sachverständige bewertet das Unterlassen der Ultraschalluntersuchung bei der stationären Aufnahme, die Unterlassung einer entsprechenden Aufklärung der Mutter über die Risiken einer Schulterdystokie, über die Vakuumextraktion und die gebotene Alternativmethode der Schnittentbindung, die Nichtdurchführung leitlinienkonformer Maßnahmen zur Überwindung der Schulterdystokie und die Unterlassung der erforderlichen Dokumentation jeweils als grob fehlerhaft und darüber hinaus das Verhalten der Klinik in der Gesamtschau als grob fehlerhaft.

Regulierung:
Außergerichtlicher Vergleich mit einer Entschädigungssumme in Höhe von insgesamt 400.000,00 €.


Fehlerhaftes Geburtsmanagement
Gesamtentschädigung: 600.000,00 €

mehr erfahren    

Sachverhalt:
Bei der Kindesmutter kam es zu einem vorzeitigen Blasensprung. Der Geburtshelfer führte eine DUltraschalluntersuchung durch und schätzte das voraussichtliche Geburtsgewicht auf +/- 10 %. Die Kindesmutter bestand auf einen Kaiserschnitt, was vom Geburtshelfer abgelehnt wurde. Es kam zu einem Geburtsstillstand mit Schulterdystokie. Zunächst probierte man, das Kind mit einer Saugglocke zu holen, dann wurden verschiedene andere Manöver versucht, um die Schulterdystokie zu überwinden. Nach ca. eineinhalb Stunden kam das Kind zur Welt. Die vitalen Zeichen waren – erwartungsgemäß - sehr schlecht. Das Kind ist mehrfach schwerstbehindert und bedarf einer Rund-um-die-Uhr-Betreuung durch seine Eltern und durch Pflegekräfte. Das Landgericht holte ein gynäkologisches Gutachten ein, das den Behandlungsfehlervorwurf verneinte. Die Klage wurde in der ersten Instanz abgewiesen.
Wir übernahmen den Fall zur Durchführung des Berufungsverfahrens. Das Oberlandesgericht bestellte den gynäkologischen Sachverständigen erneut und zog einen neonatologischen Gutachter hinzu. Um die Risiken des Berufungsverfahrens besser einschätzen zu können, beauftragten wir einen Gutachter mit der erneuten Prüfung des medizinischen Sachverhalts.

Er kam dabei zusammengefasst zu folgendem Ergebnis:

  • Durchführen der Vakuumextraktion aus einem dafür nicht geeigneten Höhenstand
  • Verkennen der mütterlichen Infektion (Amnioninfektionssydrom)
  • Ignorieren der fetalen Tachykardie und der mütterlichen Leukozytose und
  • insbesondere das Unterlassen der Aufklärung über die Durchführung einer Kaiserschnittentbindung, spätestens bei Geburtsstillstand in Beckenmitte.

Im Ergebnis ist zumindest in der Gesamtschau von einem grob fehlerhaften Behandlungsmanagement auszugehen.

Wir führten dies in den Prozess ein. Der gerichtlich bestellte gynäkologische Gutachter verblieb bei seinem Votum, die Anhörung des neonatologischen Sachverständigen gab Ansätze einer fehlerhaften Behandlung zu erkennen, die für den gesundheitlichen Zustand des Mandanten hätten verantwortlich sein können. Bevor eine endgültige Klärung dieser Frage erfolgte, legte das Oberlandesgericht den Parteien den Abschluss eines Risiko-Vergleichs nahe.

Regulierung:
Gerichtlicher Vergleich mit einer Entschädigungssumme in Höhe von insgesamt 600.000,00 €.


Verkennen der kindlichen Notlage, verzögerte Beendigung der Geburt
Gesamtentschädigung: 600.000,00 €

mehr erfahren    

Sachverhalt:
Das Kind wurde nach risikoloser Schwangerschaft in der 41. Schwangerschaftswoche für die Geburtshelfer völlig überraschend schwer asphyktisch geboren. Es musste reanimiert werden und trug schwere bleibende Schäden einer hypoxisch-ischämischen Enzephalopathie davon. Das Kind ist seither mehrfach schwerstgeschädigt.
Wir übernahmen diesen Fall während des laufenden Prozesses beim Landgericht in folgendem Stadium: Es lag bereits ein negatives gerichtliches Gutachten vor, auch im Rahmen der mündlichen Anhörung blieb der gerichtlich bestellte Sachverständige bei seinem negativen Votum. Das Gericht beabsichtigte, noch eine technische Auswertung des schlecht bis kaum lesbaren CTG-Streifens zu versuchen, räumte diesem Versuch jedoch wenig Erfolgsaussichten ein. Zudem wurde erwogen, die Geburtshelfer noch persönlich anzuhören. Im Hinblick auf die noch offenen Fragen, schlug das Gericht zunächst einen Risikovergleich in Höhe von 200.000,00 € bei Abgeltung aller Forderungen der Klägerin vor.

Wir veranlassten sofort eine eigene Begutachtung des medizinischen Sachverhaltes.
Unser Gutachter stellte fest, dass direkt bei der Aufnahme der Kindesmutter eine vitale Bradykardie von der Hebamme richtig erkannt und auch dokumentiert wurde. Die Geburtshelfer glaubten jedoch, dass sich wieder eine normale Herzfrequenz des Kindes eingestellt hatte. Eine weitere Abklärung erfolgte daher nicht. Die mütterliche Herzfrequenz wurde nicht dokumentiert, es ist somit nicht klar, ob die kindliche und die mütterliche Frequenz von den Geburtshelfern unterschieden wurde.
Anders als der Gerichtsgutachter hatte unser Gutachter nach entsprechender Bearbeitung die CTG-Aufzeichnungen lesen können, so dass er zu einer anderen Wertung gelangte und den Behandlungsfehlervorwurf bestätigte. Er bezeichnete die Fehlinterpretation des geburtshilflichen Teams als unverständlich und machte dieses dafür verantwortlich, dass eine fetale Notlage nicht rechtzeitig erkannt wurde und das Kind eine schwere Asphyxie erlitt. Bei korrekter Vorgehensweise hätte allerspätestens 10 Minuten nach Feststellung der Bradykardie durch die Hebamme eine weitere ärztliche Abklärung (MBU, Ultraschall oder KSE) erfolgen müssen. Hierbei wäre in jedem Fall ein reaktionspflichtiger Befund erhoben worden, nämlich der Nachweis der Bradykardie, möglicherweise auch bereits der Nachweis Präazidose oder Azidose. Daraufhin hätten die Geburtshelfer unverzüglich eine Not-Kaiserschnittentbindung vornehmen müssen. Bei ordnungsgemäßem Vorgehen wäre die Asphyxie wesentlich geringer oder unter Umständen sogar ganz vermieden worden. Das Kind hätte dann geringere oder keine hypoxisch bedingten Gesundheitsschäden davongetragen.
Da allerdings das gerichtliche Gutachten sowie auch die anschließende Anhörung des gerichtlich bestellten Sachverständigen negativ ausgefallen war, bestand die Gefahr der Klageabweisung. Das Risiko einer solchen Klageabweisung konnte angesichts der Schwere des kindlichen Gesundheitsschadens nicht in Kauf genommen werden, auch waren die Kindeseltern nicht bereit, ein solches Risiko zu übernehmen.
Wir nahmen daher mit dem gegnerischen Prozessbevollmächtigten Vergleichsverhandlungen auf, da auch die Kindeseltern durch den langen außergerichtlichen, aber auch gerichtlichen Verlauf sichtlich erschöpft waren.

Regulierung:
Es wurde ein Risikovergleich geschlossen über 600.000,00 €.
Der Betrag enthält das Schmerzensgeld und weitere materielle Schäden, wie Pflegemehrbedarfsschaden.


Fehlerhafte Einstufung einer Schwangerschaft als Nicht-Risikoschwangerschaft
Gesamtentschädigung: 1.250.000,00 €

mehr erfahren    

Sachverhalt:
Wegen der fehlerhaften Einstufung einer Schwangerschaft als Nicht-Risikoschwangerschaft wurde die notwendige Indikation der Sectio zur Geburtsbeendigung nicht gestellt und es kam zu einer Sauerstoffunterversorgung und damit zu einer schweren Hirnschädigung unseres Mandanten.
Der Gutachter stellte drei Fehler fest: die fehlerhafte Geburtsvorbereitung, ein mangelhaftes Geburtsmanagement und eine mangelhafte notfallmäßige Versorgung des Kindes.

Regulierung:
Ergebnis des gerichtlichen Vergleichs: Zahlung von insgesamt 1.250.000,00 €.


Hinweise auf eine Schwangerschaftsvergiftung ignoriert
Gesamtentschädigung: 400.000,00 €

mehr erfahren    

Sachverhalt:
Die Hinweise auf eine Schwangerschaftsvergiftung wurden nicht ernst genommen, so dass die Schwangerschaftsbetreuung nicht intensiviert wurde.
Unser kleiner Mandant kam schwerstbehindert zur Welt, er litt an einer spastischen Cerebralparese, einer schweren komplexen Entwicklungsstörung und schwerwiegenden Folgeerkrankungen. Mit gerade einmal 8 Jahren verstarb das Kind.

Regulierung:
Ergebnis des außergerichtlichen Vergleichs: Zahlung von insgesamt 400.000,00 €


Mangelhaftes Geburtsmanagement bei Risikoschwangerschaft
Gesamtentschädigung: 700.000,00 € zuzügl. Rente

mehr erfahren    

Sachverhalt:
Bei der Mutter unseres kleinen Mandanten lag eine Risikozwillingsschwangerschaft vor. Der Mandant kam per Kaiserschnitt zur Welt und ist mehrfach schwerbehindert und rund um die Uhr pflege- und betreuungsbedürftig. Die Mutter befindet sich seit der Geburt in psychologischer Behandlung. Der Bruder ist während der Geburt verstorben.
Auch der Gerichtssachverständige hat in seltener Eindeutigkeit das Vorliegen grober und gröbster Behandlungsfehler bestätigt. Das gesamte Geburtsmanagement der Behandlung war eine Katastrophe. Die gefährdete Patientin, Hochrisikopatientin, nebst dem ungeborenen Kind befanden sich alleine in der Obhut der Hebamme und einer Krankenschwester.

Regulierung:
Ergebnis des gerichtlichen Vergleichs: Zahlung an die Mutter (einmalig): 5.000,00 €
Zahlung an den Mandanten: 700.000,00 € sowie eine vierteljährliche Rente vom 2.100,00 €.

 weitere Fälle

Fragen Sie jetzt kostenlos an!

Wir antworten Ihnen in der Regel innerhalb von 24 Stunden - garantiert kostenlos und für Sie unverbindlich.

Schildern Sie uns Ihren Fall.

Schreiben Sie uns
oder rufen Sie uns an:
02602 - 99 96 955 (Festnetz)
0800 - 40 44 662 (kostenfrei)

 

Das sagen unsere Mandanten

"... möchten wir Ihnen ganz herzlich danken: für das Ergebnis, für Ihre engagierte Arbeitsweise, Ihre Empathie, Ihre Zuverlässigkeit,... für alles, was Sie für uns getan haben. Eine bessere Kanzlei hätten wir uns für diesen oft nervenzermürbenden Kampf nicht wünschen können."

mehr zu Personenschäden nach Unfällen Mandantenfeedback - mehr erfahren

 

Wir vertreten Sie in ganz Deutschland

Entfernungen spielen dank modernster Technik für die Zusammenarbeit keine Rolle mehr. Per Telefon, E-Mail, Skype und WebAkte sind wir für Sie da. Näher kann ein Anwalt nicht sein.

mehr zu Personenschäden nach Unfällen mehr erfahren

Anwaltsbüro
Webakte Arzthaftung und Personenschäden
Die WebAkte
Als besonderen Service bieten wir Ihnen mit der WebAkte den Zugriff auf unser sicheres Online-Büro. Mit der WebAkte sind wir stets in Ihrer Nähe - rund um die Uhr.

WebAkte WebAkte
Anwaltsbüro Quirmbach und Partner
Das Anwaltsbüro
Unser Anwaltsteam hat durch lange Erfahrung und konsequente Fortbildungen Expertenstatus im Bereich Personenschadenregulierung nach Unfällen und Behandlungsfehlern.

Kanzlei Das Anwaltsbüro
Team des Anwaltsbüro Quirmbach und Partner
Das Team
Teamwork macht uns stark. Gemeinsam finden wir für Ihren Fall die beste Strategie, handfestes Fachwissen und die passende Taktik. Sie profitieren davon.

Team Das Team