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Mithaftung bei deutlicher Überschreitung der Höchstgeschwindigkeit

Selbst wenn ein Motorradfahrer vorfahrtberechtigt ist, haftet er zu 70 %, wenn er die zulässige Höchstgeschwindigkeit deutlich überschreitet und es zu einer Kollision mit einem anderen Fahrzeug kommt. Das Oberlandesgericht Hamm hat in seinem Urteil vom 23.02.2016 entschieden, dass eine Haftungsverteilung von 30 % zu 70 % zu Lasten des Motorradfahrers gerechtfertigt ist, wenn dieser die zulässige Höchstgeschwindigkeit in erheblichem Maß überschreitet und es so zum Zusammenstoß mit einem PKW kommt, der aus einer untergeordneten Straße abbiegen will. Weiterlesen

Unfallverursacher haftet für fehlerhafte ärztliche Behandlung

Wird bei einem Verkehrsunfall eine Person verletzt und begibt sie sich daraufhin in ärztliche Behandlung, haftet der Unfallverursacher grundsätzlich auch für Folgen, die aus einem Behandlungsfehler im Zusammenhang mit dieser ärztlichen Behandlung entstehen. Dies bestätigt das Oberlandesgericht München in seinem Urteil vom 21.03.2014 (10 U 3341/13). Weiterlesen

Behandlungsfehler nach Verkehrsunfall: Wer haftet für den Hirnschaden?

Wer haftet für den Hirnschaden, der durch einen Behandlungsfehler nach einem Verkehrsunfall verursacht wurde? Mit dieser Frage befasste sich das Oberlandesgericht Oldenburg in seinem Urteil vom 8.7.2015 (Az. 5 U 28/15). Weiterlesen

Verkehrsunfall mit ausländischen Beteiligten – was ist zu tun

In vielen Bundesländern haben die Sommerferien bereits begonnen, in anderen Bundesländern stehen sie kurz bevor. Ferienzeit heißt bekanntlich Reisezeit. Doch manchmal zeigt sie sich auch von einer negative Seite, nämlich dann, wenn man im In- oder Ausland in einen Unfall verwickelt wird.

Zwei Konstellationen sind hier zu unterscheiden:

  1. Der Unfall ereignet sich auf deutschem Boden und der Schädiger fuhr ein Fahrzeug, das im Ausland versichert ist.
  2. Der Unfall ereignet sich im Ausland.

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Kleiner Unfall mit (manchmal) großer Wirkung – das erleichterte Beweismaß

Keiner ist gerne in einen Unfall verwickelt. Auto oder Motorrad sind beschädigt und man muss sich auf zahlreiche Telefonate und den Schriftverkehr mit der Haftpflicht-versicherung einrichten. Glücklicherweise wurde man nicht so schwer verletzt. „Nur“ ein Schleudertrauma oder eine Schulterprellung! Weiterlesen

Mithaftung bei nicht aufgestelltem Warndreieck?

Nach einem Verkehrsunfall müssen die Beteiligten unter anderem den Verkehr sichern und bei geringfügigem Schaden das Fahrzeug unverzüglich beiseite fahren (§ 34 Abs. 1 Nr.2 StVO). Sicherung des Verkehrs heißt, dass außer dem Anschalten der Warnblinkanlage grundsätzlich auch ein Warndreieck aufgestellt werden muss, und zwar an einer Stelle, die gut einsehbar und an der das Unfallfahrzeug schon aus mehreren 100 Metern Entfernung erkennbar ist. Weiterlesen