Beiträge

Bestimmung der Höhe des Schadensersatzes nach Behandlungsfehler oder Verkehrsunfall

Nach einem Verkehrsunfall oder einem Behandlungsfehler ist zunächst die Haftungssituation zu klären. Gerade im Bereich des Arzthaftungsrechts wird häufig erst ein langer Streit um die Haftung geführt, bis die Gegenseite endlich in die konkrete Regulierung des entstandenen Schadens einsteigt. Weiterlesen

700.000 Euro Schmerzensgeld für Geburtsschaden

Die Geburt eines schwergeschädigten Kindes ist der Albtraum aller Eltern, aus einem der schönsten und größten Ereignisse wird eine Katastrophe: Die Herztöne des Babys verschwinden, ein Notkaiserschnitt wird angesetzt, auf den eine 15-minütige Reanimation folgt. Der Säugling erleidet dabei schwerste Hirnschäden. Unserer Mandantin, einem heute 9-jährigen Mädchen, wurden deshalb 700.000 € Schmerzensgeld zugesprochen, die höchste bisher in Deutschland für einen Geburtsschaden gezahlte Schmerzensgeld-Summe. Weiterlesen

Behandlungsfehler – was tun?

Eine kritische Stellungnahme zu einem Artikel in SpiegelOnline

Am 6.5.2014 berichtete SpiegelOnline über die aktuelle Behandlungsfehler-Statistik des Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK): „Verdachtsfälle auf ärztliche Behandlungsfehler nehmen zu“.
Die Informationen und Hinweise in diesem Beitrag sind für den geschädigten Patienten nicht sehr hilfreich und teilweise auch objektiv falsch.

Der Behandlungsfehler ist in dem Artikel zwar richtig dargestellt, allerdings unvollständig und vor allem ist die Schlussfolgerung falsch, dass ein Patient Anspruch auf Schadenersatz und Schmerzensgeld habe, wenn der Arzt ihn falsch behandelt. Richtig ist, dass objektiv ein Fehler vorliegen muss, d.h., ein Verstoß gegen anerkannte Regeln der ärztlichen Kunst. Weiterlesen

Haftung auch ohne Einverständnis des Tierhalters?

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat am 30.04.2013 ein durchaus diskussionswürdiges Urteil aus dem Bereich der Tierhalterhaftung getroffen, das besagt, dass es für eine Haftung des Pferdehalters grundsätzlich unerheblich ist, ob derjenige, der von einem Pferd stürzt, mit oder ohne Einverständnis des Halters geritten ist. Allerdings kann dieser Umstand bei einem etwaigen Mitverschulden mit berücksichtigt werden. Weiterlesen

Gefährdungshaftung – was ist das?

Normalerweise setzt ein Schadensersatz ein schuldhaftes Verhalten (Vorsatz oder Fahrlässigkeit) des Schädigers voraus.

In bestimmten Fällen besonderer Gefährdung gibt es allerdings Ausnahmen von diesem Prinzip. Ein Ersatzanspruch besteht dann bereits allein deshalb, weil sich eine bestimmte, typische Gefahr konkretisiert hat. Das ist die Gefährdungshaftung, eine „Schadensersatzpflicht, die kein Verschulden (Verschuldenshaftung) voraussetzt, sondern darauf beruht, dass der Ersatzpflichtige bei einer erlaubten Tätigkeit unvermeidlich eine gewisse Gefährdung seiner Umgebung herbeiführt.“
(Quelle:Gabler Wirtschaftslexikon)
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Schadenersatz und Schmerzensgeld auch für verletzte Angehörige

Was viele nicht wissen: Verursacht ein Familienangehöriger einen Unfall, haben verletzte Angehörige Anspruch auf Schadenersatz und Schmerzensgeld, wenn sie selbst und unmittelbar Verletzungen erlitten haben. Weiterlesen