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TATORT – Unmenschliches Regulierungsverhalten von Versicherern

„Zeit ist unsere beste Mitarbeiterin“

Im ARD Tatort „Auge um Auge“ vom 12.11.2017  ging es um das Regulierungsverhalten von Versicherern. Die dahinterstehende Problematik wurde ohne jegliche Übertreibung auf den Punkt gebracht. Ein querschnittsgelähmter selbstständiger Unternehmer wird um seine Berufsunfähigkeitsversicherung betrogen, weil man behauptet, er könne ja schließlich noch arbeiten, er sei zu 100% erwerbsfähig. Nachdem ein Selbstmordversuch gescheitert ist, sagt die Ehefrau das Treffende: „Das wollen die doch nur!“ In der Versicherungssprache heißt dies: „Die natürliche Lösung“. Ein Mitarbeiter trifft den Kern der Sache: „Chefin, Sie wissen doch, Zeit ist unsere beste Mitarbeiterin“. Weiterlesen

Entwürdigendes Regulierungsverhalten führt zu Erhöhung des Schmerzensgeldes

Nach einem Verkehrsunfall müssen Geschädigte nicht nur lernen, mit den Verletzungen und den daraus resultierenden Beeinträchtigungen zurechtzukommen, Darüber hinaus müssen sie sich auch mit dem gegnerischen Versicherer wegen der Schadensersatz- und Schmerzensgeldansprüche auseinandersetzen. Nicht selten werden sie dabei vom Versicherer gedemütigt: Die Verletzungen und Beeinträchtigungen werden nicht ernst genommen, die Schadensregulierung stagniert, die Nerven liegen blank. Das belastet nicht nur die Psyche, sondern hat auch negative Folgen für die körperliche Genesung. Weiterlesen

Wichtige Information: „Bundesbank-Vorstand warnt Banken vor Strafzinsen“

Auswirkungen von Strafzinsen auf den Zinssatz bei der Kapitalisierung von Schadenersatzrenten

Nach Einschätzung des obersten Vermögensverwalters der Deutschen Bank werden Strafzinsen auf Konten und Sparbüchern bald zur Normalität. „Einige wenige Banken berechnen ihren Kunden jetzt schon negative Zinsen“, sagte Asoka Wöhrmann, Chefanlagestratege der Deutschen Asset & Wealth Management, der „Welt am Sonntag“ laut Vorabbericht. „Das dürfte angesichts der Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank bald keine Seltenheit mehr sein“.(Quelle: manager magazin online) Strafzinsen, die bislang höchstens für Geschäftskunden gelten, träfen bald auch Privatkunden, sagte der Deutsche-Bank-Manager.

Sollten Strafzinsen Realität werden, muss das Konsequenzen für die Kapitalisierung von Schadenersatzrenten haben. Man mag es kaum glauben: Nach fast einem Jahrzehnt der Niedrigzinsen kapitalisieren viele Gerichte und auch die meisten Haftpflichtversicherer Abfindungszahlungen noch immer mit einem Zinssatz von 5 %. Weiterlesen

Unfallopfer brauchen unsere Unterstützung

Ein Aufruf gegen das häufig zögerliche Regulierungsverhalten einiger Versicherer

Sonntagmorgen, ich bin auf dem Weg zur holländischen Insel Ameland, zusammen mit meiner Husky-Hündin Mia. Eine Woche Intensivtraining Mensch und Hund. Hier herrscht kaum Verkehr. Zartes helles Grün, Frühlingsgrün – eine der schönsten Farben der Natur im Wechsel von Sonnenlicht und Wolkenschatten. Auf dem Weg zurück nach Norden rasten Tausende von Wildgänsen auf Äckern und Weiden zwischen Schafen. „What a wonderful world“ – der hawaiianische Musiker Israel Kamakawiwo‘ole singt mir aus der Seele.

Neben mir auf dem Beifahrersitz stapeln sich die Aktenseiten. Der Fall von Frau G.: medizinische Berichte, Gutachten, Schriftwechsel zwischen Anwälten und Versicherung, dazwischen Bilder von Operationen, einem entstellten und verbrannten Körper, der kaum als menschliches Wesen zu erkennen ist. Das ist Frau G. Weiterlesen

Inadäquate Schadensregulierung – Geschädigtenrechte auf dem Prüfstand

Das Regulierungsverhalten vieler Haftpflichtversicherungen, insbesondere bei schweren Personenschäden, ist in den seltensten Fällen korrekt. Seit der Finanzkrise im Jahre 2008 hat sich die Situation der Geschädigten noch einmal verschärft. Mit den abstrusesten Argumenten wird nicht nur die Haftung, sondern jede einzelne Schadensposition bestritten mit dem erkennbaren Ziel, Druck auf den Geschädigten auszuüben und ihn zu einem unangemessen niedrigen Vergleich zu bewegen.

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Von Richtern abgestraft – Hoffnung für schwerst Geschädigte

Versicherungen sollen im Schadensfall schnell zahlen! Dies verlangen das Gesetz und die Rechtsprechung. Denn Unfallopfer brauchen schnelle Hilfe. An erster Stelle steht die medizinische Versorgung, aber sehr schnell wird auch finanzielle Unterstützung nötig. Gerade Schwerverletzte stehen vor hohen Ausgaben: Pflegekosten, Haushaltshilfe, Fahrtkosten, Medikamente, Prothesen, von wichtigen Umbauten wie Treppenlift oder Sitzbadewanne ganz zu schweigen. Erschwerend kommt hinzu, dass bei dauerhaft Geschädigten das Einkommen oft zu einem Großteil oder ganz ausfällt. Weiterlesen