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Diagnose Querschnittslähmung

Schadensregulierung und Schadensmanagement aus anwaltlicher Sicht

Nach einem Verkehrsunfall, insbesondere einem Motorradunfall lautet die Diagnose oftmals Querschnittslähmung. Auch Bade- oder Ski-Unfälle können solch eine schwerwiegende Verletzung zur Folge haben, ebenso wir eine fehlerhafte ärztliche Behandlung, z.B. eine misslungene Operation.

Was eine Querschnittslähmung für den Betroffenen und sein direktes Umfeld bedeutet, kann ein Außenstehender kaum nachvollziehen.
Innerhalb von Sekunden ändert sich einfach alles mit einer kaum vorstellbaren Intensität. Das Leben wird in seinen Grundfesten erschüttert. Lebensentwürfe, Zukunftsträume und -perspektiven – all das ist zunächst einmal Makulatur. Weiterlesen

Stillschweigende Haftungsbeschränkung bei Motorradfahren im Pulk

Auch und gerade Motorradfahrer haben im Straßenverkehr einen Sicherheitsabstand einzuhalten. Die Faustformel lautet stark verkürzt: Abstand gleich halber Tacho in Metern. Bei einer Geschwindigkeit von 100 km/h entspricht das einem Abstand von 50 Metern.

Wird der Sicherheitsabstand unterschritten drohen teils hohe Bußgelder.  Und nicht nur das: Das Nichteinhalten des Sicherheitsabstandes kann auch zivilrechtliche Ansprüche nach sich ziehen.

Sicherheitsabstand und Fahren im Pulk

Allerdings gibt es Ausnahmen: So hat das Oberlandesgericht (OLG) Frankfurt am Main entschieden, dass das Fahren mehrerer Motorradfahrer im Pulk eine solche Ausnahme darstellt. Fahren nämlich mehrere Motorradfahrer einvernehmlich in wechselnder Reihenfolge als Gruppe ohne Einhaltung eines Sicherheitsabstandes, so begründet dies eine stillschweigende Haftungsbeschränkung, so das OLG Frankfurt.

Im konkreten Fall hat die Beweisaufnahme ergeben, dass die beteiligten vier Motorradfahrer in einer Gruppe gefahren sind. Im gegenseitigen Einvernehmen wurden die Sicherheitsabstände nicht eingehalten und die Reihenfolge immer wieder geändert. Als der erste Motorradfahrer in einer Kurve mit einem entgegenkommenden PKW kollidierte, musste der zweite Motorradfahrer abbremsen und der dritte Motorradfahrer fuhr auf.  Der zweite Motorradfahrer stürzte und verlangte in der Folge von dem aufgefahrenen dritten Motorradfahrer Schadensersatz und Schmerzensgeld mit der Begründung, dieser habe den erforderlichen Sicherheitsabstand nicht eingehalten.

Kein Schadensersatz bei stillschweigendem Haftungsverzicht

Das OLG Frankfurt hat in zweiter Instanz entschieden, dass in dieser besonderen Situation kein Anspruch auf Schmerzensgeld und Schadensersatz besteht, da die Motorradfahrer durch das Fahren in der Gruppe einen stillschweigenden Haftungsverzicht vereinbart hätten. Für das OLG stellte sich damit ein im Straßenverkehr durchaus vertraute Bild dar, dass Motorradfahrer in einer Gruppe fahren und einvernehmlich ein besonderes Risiko eingehen. Jedem aus der Gruppe hätte das gleiche passieren können wie dem Kläger. Sämtliche Teilnehmer der Gruppe nehmen billigend in Kauf, dass entweder sie selbst oder der hinter ihnen fahrende Fahrer bei einer Unfallsituation nicht ausreichend bremsen und daher zu Schaden kommen kann.

Nur wenn der auffahrende Motorradfahrer grob fahrlässig gehandelt hätte, würde dieser haften. Dies war nach Ansicht des OLG jedoch nicht der Fall. Man habe einvernehmlich den erforderlichen Sicherheitsabstand zu dem vorausfahrenden Fahrzeug nicht eingehalten und sei somit auch einvernehmlich ein besonderes Risiko eingegangen. Es sei also von einem stillschweigend vereinbarten Haftungsverzicht für Gefährdungshaftung und leichte Fahrlässigkeit auszugehen.

In jedem Fall sollten Sie nach einem Motorradunfall einen Rechtsanwalt beauftragen, der auf die Geltendmachung von Schadenersatz- und Schmerzensgeldansprüchen spezialisiert ist. Wir helfen Ihnen hier gerne weiter!

Einen unfallfreien und weiterhin sonnigen Motorradsommer wünscht

Rechtsanwältin Ines Gläser, Fachanwältin für Medizinrecht


Ihre Experten für Schmerzensgeld und Schadensersatz

Wenn auch Sie oder ein Angehöriger durch einen Motorradunfall schwerst geschädigt sind, sprechen Sie uns an. Wir unterstützen Sie dabei, die Ihnen zustehenden Schmerzensgeld- und Schadensersatzansprüche durchzusetzen.

Folgende Experten für Personenschäden nach einem Motorradunfall stehen Ihnen für eine kompetente Rechtsberatung zur Verfügung:
Melanie Mathis, Fachanwältin für Verkehrsrecht und PartnerinInes Gläser, Fachanwältin für Medizinrecht, Thomas Gfrörer, Rechtsanwalt und Partner

Die Motorrad-Saison hat begonnen

Der Frühling ist da und die Motorräder werden aus ihrem langen Winterschlaf geweckt! Endlich können wir Motorradfahrer uns wieder den Wind um die Nase wehen lassen und das Gefühl der Freiheit genießen. Jedem einzelnen von Ihnen wünsche ich eine schöne und angenehme, vor allem aber eine unfallfreie Saison! Weiterlesen

Der Frühling ist da – die Motorradsaison hat begonnen

Es scheint so, als ob die Wetterfrösche tatsächlich Recht behalten und der Winter für dieses Jahr vorüber ist.

Das freut zumindest all die, die keinen Skiurlaub mehr geplant haben und statt auf zwei schmalen langen Brettern lieber auf mehr oder weniger schmalen Reifen unterwegs sind. Weiterlesen

Fehlende Motorradstiefel führen nicht automatisch zur Mithaftung

Verletzen sich Motorradfahrer bei einem Verkehrsunfall erheblich am Fuß, weil sie Sportschuhe tragen, müssen sie deswegen für die Unfallfolgen nicht automatisch mithaften. Das Tragen spezieller Motorradschuhe ist weder vom Gesetz vorgeschrieben, noch entspricht es dem allgemeinen Verkehrsbewusstsein, entschied das Oberlandesgericht (OLG) Nürnberg in einem jetzt veröffentlichten Beschluss vom 9. April 2013 (Az.: 3 U 1897/12).
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Start in die Motorrad-Saison – Start in die Unfall-Saison

Ein Motorrad stellt an den Fahrer ganz andere Anforderungen als ein Auto und, anders als im Auto, ist der Fahrer den Gefahren ungeschützt ausgesetzt. Statistisch gesehen, haben Motorradfahrer ein deutlich höheres Unfallrisiko als Autofahrer und gerade zu Beginn der Motorrad-Saison häufen sich die Unfälle.

Gerade nach schweren und schwersten Unfällen sind die Unfallopfer, deren Familie und das Umfeld extremen Belastungen ausgesetzt. Die erlittenen Verletzungen führen häufig zu einer dauerhaften, schweren Behinderung und damit verbunden zu hohen finanziellen Einbußen. Wie geht es nun weiter? Was ist zu tun, damit die Zukunft des Geschädigten zumindest in finanzieller Hinsicht abgesichert ist? Wer tritt für den Schaden ein? An wen können Betroffene sich wenden? Weiterlesen