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Behandlungsfehler: Keine Chance gegen Ärzte?

Ein Behandlungsfehler liegt immer dann vor, wenn ein Arzt gegen die Regeln und Standards der ärztlichen Wissenschaft verstößt oder wenn er einen Eingriff, also eine Operation oder Ähnliches, ohne Einwilligung des Patienten vornimmt. Denn grundsätzlich ist jeder ärztliche Eingriff eine Körperverletzung, die nur deshalb nicht strafbar ist, weil der Patient zuvor in den Eingriff eingewilligt hat. Eine ohne Einwilligung vorgenommene Operation führt – weil rechtswidrig – daher grundsätzlich zum Schadenersatz. Weiterlesen

Diagnosefehler: Auch Ärzte dürfen irren

Immer wieder haben wir mit Fällen zu tun, denen ein ärztlicher Diagnosefehler zugrunde liegt – Fehler des Arztes, die von Gerichten nur sehr zurückhaltend als ärztliche Behandlungsfehler bewertet werden.

Herr M. sucht wegen Schwindelanfällen, Durchfall, Erbrechen und bewegungsabhängigen Schmerzen in der Brust seinen Hausarzt auf. Der diagnostiziert einen grippalen Infekt und schickt den Patienten wieder nach Hause. Zwei Tage später stellt sich heraus, dass der grippale Infekt in Wirklichkeit ein Herzinfarkt war. Der Hausarzt hat den Befund also völlig falsch interpretiert – ein Diagnosefehler. Doch ist das auch ein Behandlungsfehler? Weiterlesen

Ärztepfusch und Patientenrechte

Mehr als 11 000 Patienten haben sich im Jahr 2011 bei den Gutachterstellen der Landesärztekammern über eine falsche Diagnose oder Behandlung beschwert. In 2287 Fällen wurde ein Ärztefehler eingeräumt. Dies sind die aktuellen Zahlen, die die Bundesärztekammer in dieser Woche vorgelegt hat.
2287 Fälle zuviel! Und die Dunkelziffer ist weitaus höher. Weiterlesen