Zentralruf der Autoversicherer – ein Werkzeug der Versicherer?

Wer nach einem Autounfall die Kfz-Versicherung des Unfallgegners ermitteln möchte, wendet sich in der Regel an den Zentralruf der Autoversicherer, der im Auftrag der Autoversicherer im Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e. V. (GDV) organisiert wird.

Auf der Internetseite des Verbands erfährt der Leser: „Der Zentralruf der Autoversicherer stellt nach dem Verkehrsunfall den Kontakt zur gegnerischen Versicherung direkt her. Mit diesen Kontaktdaten können Sie sich dann an die gegnerische Versicherung wenden und so zeitnah die Schadensregulierung selbst einleiten“, und weiter: „Häufig kommt der Geschädigte dadurch schneller an sein Geld.“ Weiterlesen

Das geplante Patientenrechtegesetz – Alter Wein in neuen Schläuchen?

Pro Jahr sterben viele Tausend Menschen – die Zahlen schwanken zwischen 15.000 und 50.000 – an den Folgen fehlerhafter ärztlicher Behandlung. Etwa eine Million falsch behandelter Patienten leiden unter teilweise erheblichen Folgeschäden. Die Dunkelziffer liegt jedoch in beiden Fällen deutlich höher.

Um die Rechte der Patienten zu stärken, hat die Bundesregierung den Gesetzentwurf für das Patientenrechtegesetz vorgelegt, das 2013 in Kraft treten soll. „Die Rechte der Patientinnen und Patienten werden transparent, verlässlich und ausgewogen gestaltet sowie bestehende Vollzugsdefizite in der Praxis abgebaut“, so steht es im Referentenentwurf des Bundesministeriums der Justiz und des Bundesministeriums für Gesundheit. Weiterlesen

Unfälle mit Kindern – Der Autofahrer haftet

„Augen auf im Straßenverkehr!“ Dieser Satz wird Kindern immer und immer wieder eingebläut. Denn Kinder müssen zur eigenen Sicherheit und zur Sicherheit anderer lernen, Gefahren und Konsequenzen im motorisierten Verkehr richtig einzuschätzen. Selbstverständlich ist es das oberste Ziel, Verletzungen zu vermeiden. Aber auch der Sachschaden kann schnell in die Höhe schießen, wenn z.B. ein ausweichender Autofahrer ein anderes Auto rammt. Nur in den seltensten Fällen gilt der mahnende Satz „Eltern haften für ihre Kinder“. Wer tatsächlich für den Schadensersatz aufkommt, zeigt der folgende Artikel.
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Albtraum: Unfall mit Geisterfahrer

Die Fahrt eines Geisterfahrers endet meist in einem Albtraum. Schockiert und ungläubig diskutieren wir dann darüber, wie so etwas überhaupt passieren kann, dass jemand falsch auf eine Autobahn auffährt. Geschieht das womöglich in voller Absicht? Oder sind Unachtsamkeit und Fahrlässigkeit eher als Ursache anzunehmen?
Die Betroffenen, die in einen solchen Unfall mit einem Falschfahrer verwickelt werden, mag das im ersten Moment nicht interessieren, sie haben mit Sicherheit andere Sorgen. Dennoch, so sagt Rechtsanwalt Helmut Gräfenstein, sind es diese Fragen, die darüber entscheiden, ob und wie der entstandene Schaden ausgeglichen wird. Rechtsanwalt Helmut Gräfenstein ist spezialisiert auf die Vertretung von Verkehrsunfall-Opfern in besonders komplizierten Fällen, wie dies auch Unfälle mit Geisterfahrern sind.
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Fahrtkostenerstattung – Entwürdigender Streit um Selbstverständliches

Eine Versicherung verweigert der Ehefrau eines bei einem Verkehrsunfall Schwerverletzten die angemessene Regulierung der Fahrten ins Krankenhaus. Das Landgericht Gießen stellt sich in seinem Urteil vom 5. September 2011 auf die Seite der Geschädigten.

Bernhard M. (Name geändert) liegt nach einem unverschuldeten Verkehrsunfall vorübergehend im Koma. Er hat schwerste Verletzungen erlitten. Nicht nur sein Leben ist nach diesem Unfall völlig aus den Fugen geraten, sondern auch das der Angehörigen. Seine Ehefrau nimmt es auf sich, ihn jeden Tag zu besuchen, obwohl das Krankenhaus mehr als 40 Kilometer entfernt ist. Auch danach, in der Reha, genießt Bernhard die Besuche seiner Ehefrau, sie tun ihm gut und beschleunigen seine Genesung. Weiterlesen

Von Richtern abgestraft – Licht am Ende des Tunnels für schwerst Geschädigte

Versicherungen sollen im Schadensfall schnell zahlen!

Dies verlangen das Gesetz und die Rechtsprechung. Denn Unfallopfer brauchen schnelle Hilfe. An erster Stelle steht die medizinische Versorgung, aber sehr schnell wird auch finanzielle Unterstützung nötig. Gerade Schwerverletzte stehen vor hohen Ausgaben: Pflegekosten, Haushaltshilfe, Fahrtkosten, Medikamente, Prothesen, von wichtigen Umbauten wie Treppenlift oder Sitzbadewanne ganz zu schweigen. Erschwerend kommt hinzu, dass bei dauerhaft Geschädigten das Einkommen oft zu einem Großteil oder ganz ausfällt. Weiterlesen