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Geburtsschäden

14.08.2025

Geburt mit Saugglocke oder Zange: Komplikationen nach vaginal-operativer Entbindung

Rechtsanwalt Sven Wilhelmy
Sven Wilhelmy
Inhaltsverzeichnis
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Neugeborenes Baby in einem Inkubator auf der Intensivstation, mit medizinischen Kabeln an den Füßen – Symbolbild für Komplikationen nach der Geburt.

Nicht jede Geburt verläuft wie geplant. Die Wehen dauern zu lange, das Baby zeigt Stresszeichen und Ihre Kräfte schwinden. Das medizinische Team entscheidet sich deshalb für einen Eingriff mit Saugglocke oder Zange. Ein Eingriff, der Leben retten kann. Doch was, wenn dabei etwas schiefläuft?

Als Anwälte, die täglich mit den Folgen solcher Geburten zu tun haben, wissen wir: Hinter jedem Fall steht eine Familie, die Antworten sucht – und oft auch Gerechtigkeit.

Warum überhaupt Saugglocke oder Zange?

Eine Geburt ist wie eine Reise: Mit Umwegen, Staus und manchmal einem plötzlichen Notstopp. Wenn der Geburtsverlauf stockt oder das Baby unter Sauerstoffmangel leidet, muss schnell gehandelt werden. Dann kommen oft Saugglocke oder Geburtszange zum Einsatz.

Typische Gründe sind:

  • Die Geburt stagniert und die Wehen reichen nicht mehr aus.

  • Das Baby zeigt Stressreaktionen (z. B. eine auffällige Herzfrequenz).

  • Die Mutter ist körperlich am Limit.

Der Einsatz dieser Instrumente kann medizinisch gerechtfertigt sein, sofern  er fachgerecht erfolgt. Doch genau hier beginnen die Probleme.

Was kann passieren, wenn etwas schiefläuft

Richtig angewandt, helfen Saugglocke und Zange, Komplikationen zu vermeiden. Doch bei Fehlern drohen schwere Folgen – für Mutter und Kind.

Mögliche Folgen beim Baby:

  • Prellungen am Kopf

  • Nervenschäden im Gesicht (z. B. Gesichtslähmungen)

  • Hirnblutungen (im schlimmsten Fall)

Mögliche Folgen bei der Mutter:

  • tiefe Damm- und Scheidenrisse

  • chronische Schmerzen im Beckenboden

  • anhaltende Inkontinenz

Besonders tragisch ist es, wenn trotz klarer Warnzeichen zu lange an einer vaginalen Entbindung festgehalten wird, obwohl ein Kaiserschnitt medizinisch geboten gewesen wäre.

Behandlungsfehler oder tragischer Verlauf?

Nicht jede Komplikation ist automatisch ein Behandlungsfehler. Die Geburt ist ein natürlicher, aber unvorhersehbarer Prozess. Trotzdem gilt: Medizinisches Handeln muss gewissen Standards folgen.

Wurde die Zange zu früh angesetzt? Wurde mit zu viel Zug gearbeitet? Wird zu spät auf einen Kaiserschnitt umgeschwenkt? In solchen Fällen kann ein Behandlungsfehler vorliegen, der rechtliche Konsequenzen nach sich zieht.

Oft beginnt alles mit einem Gefühl: „Irgendetwas ist hier nicht richtig gelaufen.“ Genau dort setzen wir an.

Was Sie tun können – und sollten

Wenn Sie das Gefühl haben, dass bei der Geburt etwas schiefgelaufen ist, dann hören Sie auf Ihr Bauchgefühl. Sie haben das Recht, medizinische Entscheidungen überprüfen zu lassen – objektiv, fachlich und juristisch.

Der typische Weg sieht so aus:

  1. Sichtung der Geburtsunterlagen: Was wurde dokumentiert?

  2. Unabhängige medizinische Begutachtung: Wurden Standards eingehalten?

  3. Juristische Prüfung: Bestehen Ansprüche auf Schmerzensgeld oder Schadensersatz?

Wir begleiten Sie durch diesen Prozess – kompetent, transparent und einfühlsam.

Für Gerechtigkeit. Für Klarheit. Für Ihr Kind.

Aus unserer langjährigen Erfahrung wissen wir: Nach solchen Geburten stehen viele Familien vor denselben Fragen. Wir helfen dabei, Antworten zu finden. Wir unterstützen Menschen, die einen schweren Start ins Leben verarbeiten und keine offenen Fragen zurücklassen wollen.

Dabei geht es nicht nur um Geld. Es geht um Verantwortung, um Anerkennung und um die Möglichkeit, das Erlebte aufzuarbeiten.

Wir prüfen, ob ein Behandlungsfehler vorliegt. Wenn ja, setzen wir Ihre Ansprüche durch – mit rechtlichem Know-how, medizinischem Sachverstand und der klaren Haltung: Sie haben ein Recht auf Wahrheit.

Sie sind nicht allein.

Vielleicht fragen Sie sich, ob es sich überhaupt „lohnt“, etwas zu unternehmen. Unsere klare Antwort: Ja.
Denn jede betroffene Mutter, jedes verletzte Kind, jede Familie verdient eine faire Chance.

Sprechen Sie mit uns – unverbindlich und ohne Risiko.
Denn niemand sollte mit dem Gefühl leben müssen, im entscheidenden Moment allein gelassen worden zu sein.

Anwaltsbüro Quirmbach & Partner

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