Verkehrsunfall mit ausländischen Beteiligten – was ist zu tun

In vielen Bundesländern haben die Sommerferien bereits begonnen, in anderen Bundesländern stehen sie kurz bevor. Ferienzeit heißt bekanntlich Reisezeit. Doch manchmal zeigt sie sich auch von einer negative Seite, nämlich dann, wenn man im In- oder Ausland in einen Unfall verwickelt wird.

Zwei Konstellationen sind hier zu unterscheiden:

  1. Der Unfall ereignet sich auf deutschem Boden und der Schädiger fuhr ein Fahrzeug, das im Ausland versichert ist.
  2. Der Unfall ereignet sich im Ausland.

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Mithaftung bei nicht aufgestelltem Warndreieck?

Nach einem Verkehrsunfall müssen die Beteiligten unter anderem den Verkehr sichern und bei geringfügigem Schaden das Fahrzeug unverzüglich beiseite fahren (§ 34 Abs. 1 Nr.2 StVO). Sicherung des Verkehrs heißt, dass außer dem Anschalten der Warnblinkanlage grundsätzlich auch ein Warndreieck aufgestellt werden muss, und zwar an einer Stelle, die gut einsehbar und an der das Unfallfahrzeug schon aus mehreren 100 Metern Entfernung erkennbar ist. Weiterlesen

Kein Anspruch auf Schmerzensgeld nach Unfall an Bahnübergang

Versucht ein Autofahrer, mit seinem Auto einen mit einem Andreaskreuz gekennzeichneten unbeschrankten Bahnübergang zu überqueren und stößt er dabei mit einem Güterzug zusammen, hat er keinen Anspruch auf Schmerzensgeld. Das Oberlandesgericht Oldenburg hat die Klage des betroffenen Autofahrers mit der Begründung zurückgewiesen, er habe das Vorfahrtsrecht des Zuges grob verletzt (Oberlandesgericht Oldenburg, AZ: 1 U 113/13). Weiterlesen

Die Beweismittel im Zivilverfahren

Herr M. aus unserem Beispielfall zum Thema „Beweislast“ möchte beweisen, dass Frau F. bei einem von ihm verursachten Verkehrsunfall nicht angeschnallt war und nur deswegen schwer verletzt wurde. Er kann sich dazu der verschiedenen möglichen Beweismittel bedienen, die das Zivilverfahren grundsätzlich kennt: Augenschein, Zeugen, Sachverständige, Urkunden und Parteivernehmung.
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Schadenersatz und Schmerzensgeld auch für verletzte Angehörige

Was viele nicht wissen: Verursacht ein Familienangehöriger einen Unfall, haben verletzte Angehörige Anspruch auf Schadenersatz und Schmerzensgeld, wenn sie selbst und unmittelbar Verletzungen erlitten haben. Weiterlesen

Wer den doppelten Schulterblick vergisst, haftet bei einem Verkehrsunfall voll

Beim Wechsel auf die linke Fahrspur darf ein Autofahrer sich nicht alleine auf den Blick in den Rückspiegel verlassen, sondern er muss sich vor dem Ausscheren außerdem durch einen Blick über die linke Schulter vergewissern, dass die Überholspur frei ist. Unterlässt er den doppelten Schulterblick und kommt es dadurch zu einem Unfall, haftet er voll für die Schäden. So ein aktuelles Urteil des Landgerichts Berlin vom 21.05.2012 (Az.: 8 O 21/12). Weiterlesen