Motorradunfall - Anwaltsbüro Quirmbach & Partner

Der Frühling ist da und die Motorräder werden aus ihrem langen Winterschlaf geweckt! Endlich können wir Motorradfahrer uns wieder den Wind um die Nase wehen lassen und das Gefühl der Freiheit genießen. Mit dem Motorrad durch die Gegend zu fahren und auf andere Gedanken zu kommen, das klingt einfach großartig. Jedem einzelnen von Ihnen wünsche ich eine schöne und angenehme, vor allem aber eine unfallfreie Saison! Weiterlesen

Die Motorradsaison startet – doch hat der Saisonstart in diesem Jahr einen faden Beigeschmack! Ein Virus bestimmt zurzeit unser Leben und hat in den letzten Wochen die ganze Welt auf den Kopf gestellt. Gleichzeitig geht das Leben weiter, allerdings mit großen Einschränkungen für jeden einzelnen.

Dennoch: Sonnenschein und Frühlingswetter, dazu das nahende Wochenende und der Beginn der Osterferien locken wieder zahllose Motorradfahrer mit Saison-Kennzeichen auf die Straßen. Mit dem Motorrad durch die Gegend zu fahren und auf andere Gedanken zu kommen, das klingt großartig. Und: Man ist ja allein unterwegs und das Virus wird uns in der Luft schon nichts anhaben können. Weiterlesen

Der Start in die Motorradsaison ist leider auch verbunden mit einer steigenden Zahl schwerer Unfälle, in die Motorradfahrer verwickelt sind. Gerade nach schweren und schwersten Unfällen stehen die Familie und das Umfeld des Verletzten meist ratlos da. Neben der Angst um das Leben und die Gesundheit müssen viele Dinge geklärt und geregelt werden.

Von Anfang an die richtigen Weichen stellen

Seit vielen Jahren bin ich darauf spezialisiert, die Schmerzensgeld- und Schadensersatzansprüche schwerverletzter Motorradfahrer durchzusetzen. Da ich selbst passionierte Bikerin bin, weiß ich, wie wichtig es ist, nach einem Unfall professionelle juristische Hilfe in Anspruch zu nehmen. Nur so können die Weichen von Anfang an richtig gestellt und die berechtigten Ansprüche auf Schmerzensgeld und Schadensersatz optimal durchgesetzt werden. Weiterlesen

Auch und gerade Motorradfahrer haben im Straßenverkehr einen Sicherheitsabstand einzuhalten. Die Faustformel lautet stark verkürzt: Abstand gleich halber Tacho in Metern. Bei einer Geschwindigkeit von 100 km/h entspricht das einem Abstand von 50 Metern.

Wird der Sicherheitsabstand unterschritten drohen teils hohe Bußgelder.  Und nicht nur das: Das Nichteinhalten des Sicherheitsabstandes kann auch zivilrechtliche Ansprüche nach sich ziehen. Weiterlesen

Der Winter scheint endlich auf dem Rückzug und der Frühling setzt sich allmählich durch. An den ersten schönen Wochenenden waren bereits viele Motorradfahrer unterwegs und haben sich nach der langen Winterpause den Fahrtwind um die Nase wehen lassen.

Wer hat da nicht gleich das Bild von kurvigen Landstraßen und der Fahrt gen Sonnenuntergang im Hinterkopf? Schön auch die Vorstellung, einmal ohne Helm unterwegs zu sein, so wie auf dem Highway in den USA.

Schutzhelm ist Pflicht

Allerdings ist das, was sich nach grenzenloser Freiheit anhört, hier bei uns in Deutschland leider oder vielmehr zum Glück nicht erlaubt. § 21 a Abs. 2 StVO schreibt nämlich das Tragen eines geeigneten Schutzhelmes vor.

Helmpflicht für MotorradfahrerEine Missachtung dieser Vorschrift wird nicht nur mit einem Bußgeld geahndet, sondern führt auch in der Regel dazu, dass dem Motorradfahrer, sollte es zu einem Unfall kommen, ein Mitverschulden gem. § 254 BGB angelastet wird. Und das selbst dann, wenn er den Unfall nicht verursacht hat. Dieses Mitverschulden kann zu einer drastischen Reduzierung der Schmerzensgeld- und Schadensersatzansprüche des Motorradfahrers führen. Gerade bei Kopfverletzungen, etwa einem Schädelhirntrauma, kann der Schmerzensgeldanspruch sehr hoch sein. Die Mithaftung fällt dann hier besonders ins Gewicht.

Der gesetzlich normierten Pflicht, einen Helm zu tragen, sollte man deshalb auch aus diesem Grund immer nachkommen.

Geeignete Schutzkleidung ist sinnvoll

Generell gilt, dass eine geeignete Schutzkleidung getragen werden sollte, um nach einem Unfall die Kürzungen der eigenen Ansprüche zu vermeiden. Auch wenn es was Jacke oder Stiefeln angeht (noch) keine einheitliche Rechtsprechung gibt, sollte man schon im eigenen Interesse für den bestmöglichen Schutz durch geeignete Kleidung sorgen.

Viel Spaß auf der Straße wünsche ich allen Motorradfahrern auch in diesem Jahr.

Rechtsanwältin Ines Gläser, Fachanwältin für Medizinrecht

Es scheint so, als ob die Wetterfrösche tatsächlich Recht behalten und der Winter für dieses Jahr vorüber ist.

Das freut zumindest all die, die keinen Skiurlaub mehr geplant haben und statt auf zwei schmalen langen Brettern lieber auf mehr oder weniger schmalen Reifen unterwegs sind.

Zahl der schweren Motorradunfälle steigt

Auch mein Motorrad ist schon wieder startklar und die erste Fahrt habe ich bereits gemacht.
Und wie in jedem Jahr, bin ich mir zu Beginn der Saison darüber bewusst, dass ich mit jeder Fahrt ein Risiko eingehe, denn als Motorradfahrer ist die Gefahr, in einen Unfall verwickelt zu werden, deutlich höher als bei einem Autofahrer. Gerade jetzt im Frühjahr, wenn die Autofahrer sich wieder an die vielen Motorräder gewöhnen müssen, häuft sich die Zahl der schweren Unfälle.

Es gilt deshalb, das Risiko so klein wie möglich zu halten. Geeignete Schutzkleidung und gegebenenfalls auch ein Fahrsicherheitstraining sind sicher kein Fehler.

Sollte doch einmal etwas passieren: Wir sind für Sie da!

Die wichtigsten Informationen, die Sie im Falle eines Unfalls benötigen, sind im Blogbeitrag „Start in die Motorradsaison“ zusammengefasst. Informationen zur Schutzbekleidung, insbesondere dem Schuhwerk, finden Sie im Beitrag „Fehlende Motorradstiefel„.

Ich wünsche allen Motorradfahrern einen guten Start in die Saison und viel Freude am – unfallfreien – Fahren.

Rechtsanwältin Ines Gläser, Fachanwältin für Medizinrecht, ist spezialisiert auf die Vertretung von Opfern von Motorradunfällen.

Verletzen sich Motorradfahrer bei einem Verkehrsunfall erheblich am Fuß, weil sie Sportschuhe tragen, müssen sie deswegen für die Unfallfolgen nicht automatisch mithaften. Das Tragen spezieller Motorradschuhe ist weder vom Gesetz vorgeschrieben, noch entspricht es dem allgemeinen Verkehrsbewusstsein, entschied das Oberlandesgericht (OLG) Nürnberg in einem jetzt veröffentlichten Beschluss vom 9. April 2013 (Az.: 3 U 1897/12).

In diesem Fall ging es um Schadenersatzansprüche aus einem Verkehrsunfall, bei dem der Kläger, Fahrer eines Motorrades, mit einem PKW, der rückwärts aus einer Parkbucht fuhr, kollidierte. Der rechte Fuß des Motorradfahrers geriet in die Stoßstange des PKWs und wurde dabei so schwer verletzt, dass der Unterschenkel amputiert werden musste. Der Kläger trug zum Unfallzeitpunkt u.a. Motorradhelm, Motorradjacke, Motorradhandschuhe, eine Arbeitshose und Sportschuhe.

Sportschuhe – beim Motorradfahren erlaubt

Der Motorradfahrer klagte vor dem Landgericht Ansbach auf Schmerzensgeld und Schadensersatz, außerdem auf Ersatz der weitergehenden materiellen und immateriellen Schäden. Das Landgericht hat dieser Klage stattgegeben und eine 100-prozentige Haftung des PKW-Fahrers festgestellt. Ein Mitverschulden des Klägers aufgrund des Tragens von Sportschuhen anstatt fester Motorradschuhe hat das Landgericht verneint.

Motorradunfall Mithaftung

Bildquelle: Petra Bork / pixelio.de

Gegen dieses Urteil legte die Gegenseite Berufung ein, weil sie der Ansicht war, der Motorradfahrer trage eine erheblich Mitschuld, da er zum Unfallzeitpunkt kein geeignetes Schuhwerk getragen habe. Es sei allgemein bekannt, dass bei Motorradfahrern das Tragen von geeigneten Schuhen notwendig sei, um schwere Unfallfolgen zu vermeiden. Hätte der Kläger statt leichter Sportschuhe Motorradstiefel getragen, wäre es nicht zu den schweren Fußverletzungen gekommen.

Keine Verpflichtung zum Tragen von Motorradstiefeln

Der Senat des OLG Nürnberg hat die Berufung mit der Begründung zurückgewiesen, dass es keine gesetzliche Vorschrift zum Tragen von Motorradstiefeln gäbe .Ein Mitverschulden des Verletzten sei auch ohne die Existenz gesetzlicher Vorschriften nur dann anzunehmen, wenn er die Sorgfalt außer Acht lässt, die ein ordentlicher und verständiger Mensch zur Vermeidung eigenen Schadens anzuwenden pflegt. Danach würde es für eine Mithaftung des Klägers ausreichen, wenn das Tragen von Motorradschuhen zum Unfallzeitpunkt nach allgemeinem Verkehrsbewusstsein zum eigenen Schutz erforderlich war. Genau das jedoch hat das Landgericht verneint. Und auch der Senat des OLG Nürnberg erkennt derzeit kein solches allgemeines Verkehrsbewusstsein hinsichtlich des Tragens von Motorradschuhen.
Motorradschuhe könnten aus dünnem oder dickem Leder oder Lederimitat bestehen. Die Schuhe könnten in bestimmten Bereichen durch Plastik oder Metallteile verstärkt sein oder auch nicht. Evtl. könnte die Schutzfunktion auch durch andere Schuhe erfüllt werden . Alleine schon diese Vielfalt der Schuhe spricht gegen ein allgemeines Verkehrsbewusstsein zum eigenen Schutz, da völlig unklar bleibt, welcher Standard das Verkehrsbewusstsein prägen soll.

Es mag zutreffen, dass 80 % der Motorradfahrer Motorradstiefel tragen und auch, dass es Empfehlungen zum Tragen von Schutzausrüstungen gibt. Allerdings haben auch die aktuelle Mode und das Aussehen Einfluss beim Kauf von Motorradkleidung. Es mag auch zutreffen, dass Stiefel im Gegensatz zu leichtem Schuhwerk die Verletzungsgefahr herabsetzen. Damit ist aber noch nicht belegt, dass dies insbesondere im Bereich der Fußbekleidung von Motorradfahrern allgemeinem Verkehrsbewusstsein entspricht. Auch konnte nicht belegt werden, ob beim Tragen von Motorradstiefeln (welche?) die Verletzungen des Klägers nicht oder nicht so gravierend entstanden wären.

Die Begründung, die das Oberlandesgericht Nürnberg gibt, ist lebensnah und verständlich. Ich wünsche mir mehr solcher Urteile!

Ines Gläser, Rechtsanwältin, Spezialistin für Motorradunfälle,
Fachanwältin für Medizinrecht

Ein Motorrad stellt an den Fahrer ganz andere Anforderungen als ein Auto und, anders als im Auto, ist der Fahrer den Gefahren ungeschützt ausgesetzt. Statistisch gesehen, haben Motorradfahrer ein deutlich höheres Unfallrisiko als Autofahrer und gerade zu Beginn der Motorrad-Saison häufen sich die Unfälle.

Gerade nach schweren und schwersten Unfällen sind die Unfallopfer, deren Familie und das Umfeld extremen Belastungen ausgesetzt. Die erlittenen Verletzungen führen häufig zu einer dauerhaften, schweren Behinderung und damit verbunden zu hohen finanziellen Einbußen. Wie geht es nun weiter? Was ist zu tun, damit die Zukunft des Geschädigten zumindest in finanzieller Hinsicht abgesichert ist? Wer tritt für den Schaden ein? An wen können Betroffene sich wenden?

Wie geht es weiter nach einem schweren Motorradunfall?

Ines Gläser, Rechtsanwältin im Anwaltsbüro Quirmbach und Partner, Fachanwältin für Medizinrecht und selbst passionierte Motorradfahrerin, ist spezialisiert auf die Vertretung von Opfern von Motorradunfällen und fast täglich mit den Verletzungsbildern von verunglückten Motorradfahrern konfrontiert.

Frage: Wenn es zu einem schweren Motorradunfall gekommen ist, wer kommt für den Schaden auf?

Rechtsanwältin Gläser: Bei einem unverschuldeten Unfall muss die Haftpflichtversicherung des Unfallverursachers für alle entstandenen Personen- und Sachschäden aufkommen.

Frage: Welches sind die ersten Schritte für den Betroffenen bzw. seine Familie?

Rechtsanwältin Gläser: Bereits von Anfang an sollten Betroffene professionelle Hilfe in Anspruch nehmen, damit die Weichen richtig gestellt und die berechtigten Ansprüche optimal durchgesetzt werden können.
Nicht selten kommen Mandanten zu mir, die versucht haben, selbst mit der gegnerischen Haftpflichtversicherung zu verhandeln. Sie wurden mit kleinen Vorschüssen regelrecht abgespeist und haben Monate, oft sogar Jahre nach dem Unfall noch immer keine Aussicht auf eine angemessene Entschädigung bzw. einen Abschluss der Verhandlungen.

Frage: Welche Ansprüche können geltend gemacht werden?

Rechtsanwältin Gläser: Neben dem Schmerzensgeld bestehen oft zahlreiche weitere Ansprüche, für die die Haftpflichtversicherung des Unfallverursachers aufkommen muss, beispielsweise für den Haushaltsführungsschaden, für Pflege- und Betreuungskosten, tatsächliche Anschaffungen, Umbaukosten etc., und vor allem auch für den Verdienstausfall. Diese Schäden müssen ersetzt werden und zwar so lange, wie sie anfallen, notfalls bis zum Rentenalter.

Frage: Welche Informationen benötigt der Anwalt vom Betroffenen?

Rechtsanwältin Gläser: Natürlich ist es notwendig, dass alle wichtigen Informationen zum Unfallhergang, zu den genauen Schäden, zur Behandlung, zu den Zukunftsaussichten usw. vorliegen. Gegebenenfalls müssen auch Gutachten eingeholt werden. Das Wichtigste ist dann, dass die bestehenden Ansprüche vernünftig und korrekt berechnet und dem Haftpflichtversicherer gemeldet werden. Nur so ist gewährleistet, dass von Anfang an klar ist, um welche Ansprüche es geht.

Frage: Ist es sinnvoll gegen den Unfallverursacher zu klagen?

Rechtsanwältin Gläser: Auseinandersetzungen vor Gericht sind langwierig und immer mit Risiken und großen Strapazen verbunden. Das möchte ich meinen Mandanten ersparen. Je schneller der Schaden reguliert wird, umso besser für das Unfallopfer.
Dies nicht nur, damit der Lebensunterhalt gesichert ist, sondern vor allem auch, weil die psychische Belastung entfällt und die Gesundung wieder Vorrang hat.
Mein oberstes Ziel ist es daher, für meine Mandanten eine schnelle außergerichtliche Einigung mit der gegnerischen Versicherung zu erzielen. Lässt sich allerdings ein Rechtsstreit nicht vermeiden, führe ich den Prozess an jedem Gericht in Deutschland, denn ich bin bei allen Landgerichten und Oberlandesgerichten vertretungsbefugt.

Frage: Kann man den Anwalt wechseln, wenn man unzufrieden ist?

Rechtsanwältin Gläser: Ein Mandant kann jederzeit und ohne Begründung ein Anwaltsmandat kündigen, wenn er nicht zufrieden ist. In solchen Fällen übernehmen wir in der Regel alle erforderlichen Schritte für den Mandanten.
Wenn mir beispielsweise ein Mandant erzählt, dass sein Rechtsanwalt noch keine konkrete Forderung berechnet hat, so ist das ein Alarmzeichen. Für den Haftpflichtversicherer bedeutet das, er kann auf längere Sicht häppchenweise Vorschüsse zahlen und eine Einigung so herauszögern.
Wenn wir – wie gerade in einem aktuellen Fall – alle Ansprüche berechnen und dem Versicherer die Zahlen vorlegen, können wir meist kurzfristig ein ausführliches Regulierungsgespräch führen und die Verhandlungen mit einem für den Mandanten vernünftigen Ergebnis abschließen.

Immer wieder höre ich von meinen Mandanten, wie wichtig es ist, wenn diese Last von den Schultern genommen wird und sie sich wieder auf das eigentlich Wichtige, nämlich das Gesundwerden konzentrieren können. Hierbei möchte ich Ihnen mit allen mir zur Verfügung stehenden Mitteln helfen.

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