Grundsatz der Einheitlichkeit des Schmerzensgeldes

Wer für einen erlittenen Gesundheitsschaden Schmerzensgeld fordert, muss den sogenannten „Grundsatz der Einheitlichkeit des Schmerzensgeldes“ beachten. Das hat der Bundesgerichtshof (BGH) in einem aktuellen Urteil vom 10. Juli 2018 (Az: VI ZR 259/15) noch einmal bestätigt. Dieser Grundsatz besagt, dass die Betrachtung des Schmerzensgelds ganzheitlich erfolgen muss, bei der Bemessung der Höhe also Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft berücksichtigt werden müssen.

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Höheres Schmerzensgeld bei inadäquater Schadensregulierung

Bereits im Jahr 2015  hat sich die Zeitschrift „DER SPIEGEL“ mit der Titelgeschichte „Versichert und verraten – was Allianz, R+V und Co. alles tun, um nichts leisten zu müssen“ (Heft 30 vom 18.07.2015) bemerkenswerterweise einem Thema gewidmet, das viele Geschädigte aus eigener leidvoller Erfahrung kennen und beklagen. Weiterlesen

Wenn die Versicherung nicht zahlen will …

Schmerzensgeld muss schnell gezahlt werden. Sobald die Haftung feststeht und der Schaden überschaubar ist, muss die gegnerische Versicherung, wenn schon nicht die ganze Summe, dann zumindest hohe Abschlagszahlungen auf das Schmerzensgeld leisten. Denn nur dann, so die Rechtsprechung, kann das Schmerzensgeld seine Funktion, ein Ausgleich für entgangene Lebensqualität und Lebensfreude zu sein, am besten erfüllen.
Doch Versicherungen spielen gerne auf Zeit. Sie kommen ihrer Verpflichtung nicht immer nach, finden 1001 Ausflüchte, um nicht zahlen zu müssen – wie wir es einmal mehr in einem unserer aktuellen Fälle erfahren mussten. Weiterlesen

200.000 EUR Schmerzensgeld für ein Frontalhirnsyndrom

Das Oberlandesgericht Köln hat sich in einem Urteil vom 13.04.2016 (Az. 5 U 107/15) zur Schmerzensgeldbemessung bei einem Frontalhirnsyndrom geäußert.
Geklagt hatte ein 42-jähriger Mann, der seit Jahren Probleme mit der Nasenatmung hatte und an einer chronischen Nasennebenhöhlenentzündung litt. Weiterlesen

Entwürdigendes Regulierungsverhalten führt zu Erhöhung des Schmerzensgeldes

Nach einem Verkehrsunfall müssen Geschädigte nicht nur lernen, mit den Verletzungen und den daraus resultierenden Beeinträchtigungen zurechtzukommen, Darüber hinaus müssen sie sich auch mit dem gegnerischen Versicherer wegen der Schadensersatz- und Schmerzensgeldansprüche auseinandersetzen. Nicht selten werden sie dabei vom Versicherer gedemütigt: Die Verletzungen und Beeinträchtigungen werden nicht ernst genommen, die Schadensregulierung stagniert, die Nerven liegen blank. Das belastet nicht nur die Psyche, sondern hat auch negative Folgen für die körperliche Genesung. Weiterlesen

80.000 Euro Schmerzensgeld für Sehverschlechterung

Im Mai 2016 hat das Oberlandesgericht (OLG) Hamm einer 19-jährigen Frau für eine Sehverschlechterung ein Schmerzensgeld in Höhe von 80.000 Euro zugesprochen (OLG Hamm, Urteil vom 10.05.2016, Az. 1626 U 107/15).

Das Besondere an dem Urteil ist, dass es sich hier um ein Teilschmerzensgeld handelt. Das OLG Hamm hat hierzu betont, dass es mit dem Schmerzensgeld bewusst nur das Risiko der Erblindung erfasst hat. Die potentielle tatsächliche Erblindung sei noch nicht berücksichtigt, da diese noch nicht sicher absehbar sei. Sollte sie eintreten, wird also noch eine Aufstockung des Schmerzensgeldes in Aussicht gestellt. Weiterlesen