Wenn Eltern einen Autounfall verursachen – Schadensersatzansprüche des verletzten Kindes

Ein selbstverschuldeter Autounfall ist schon bitter genug. Wird dabei auch noch das eigene Kind verletzt, ist das für die betroffenen Eltern tragisch, weil sie selbst für die Unfallfolgen ihres Kindes verantwortlich sind.
Mögliche Schadensersatzansprüche des Kindes bei der eigenen Kfz-Versicherung geltend zu machen, davor scheuen viele Eltern dann zurück. Oftmals wissen sie auch gar nicht, dass das überhaupt möglich ist, da sie selbst ja auch keinen Anspruch haben. Weiterlesen

David gegen Goliath – Schadensregulierung nach einem Unfall

Sie haben unverschuldet einen schweren Unfall erlitten und sind der Meinung, dass die gegnerische Versicherung den entstandenen Schaden unkompliziert und schnell reguliert? Dann unterliegen Sie einem großen Irrtum. Denn auch nach einem völlig unverschuldeten Unfall müssen Sie, wenn es um berechtigte und notwendige Vorschusszahlungen geht, hart um einen gerechten Ausgleich des entstandenen Schadens kämpfen.

Verzögerung der Schadensbearbeitung

Auch wenn der Unfallhergang völlig klar ist, wenn z.B. eine eindeutige Vorfahrtsverletzung vorliegt, wird der gegnerische Versicherer zuerst einmal die Ermittlungsakte einsehen wollen. Das kann dauern, denn die beteiligten Sozialversicherungsträger haben den gleichen Wunsch. Und wenn diese dann noch Regressansprüche bei dem Versicherer geltend machen, spielt die Einsichtnahme in die Ermittlungsakte erneut eine Rolle.
Da der Versicherer die Ermittlungsakte nicht in eigenem Namen bei der Polizei oder der Staatsanwaltschaft anfordern kann, braucht er dafür einen Anwalt. Auch das kostet wieder Zeit.

Für Sie als Geschädigten heißt das: warten, warten, warten. Neben den körperlichen Schmerzen und der Tatsache, dass Sie plötzlich und unerwartet aus der gewohnten Lebensbahn geworfen wurden, entstehen Ihnen bereits jetzt finanzielle Nachteile. Sie müssen sich von Anfang an mit den Ungerechtigkeiten des unverschuldeten Unfalls auseinandersetzen. Nicht jedem Geschädigten gelingt es, dabei sein seelisches Gleichgewicht zu bewahren.

Je höher der Schaden, umso schwieriger die Regulierung

Selbst wenn die Haftung geklärt ist, kommt es in vielen Schadensfällen zu weiteren Verzögerungen. Hier kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass die Schadensbearbeitung durch den Versicherer umso zögerlicher und zeitaufwändiger wird, je höher der Schaden ist. Das alles erinnert an den Kampf David gegen Goliath. Um den durchzustehen, braucht man zum einen gute Nerven und zum anderen die frühzeitige Vertretung durch einen spezialisierten Anwalt. Ihm können Sie die nervenaufreibenden Verhandlungen mit dem Unfallgegner übertragen, sodass Sie wenigstens an dieser Stelle etwas Erleichterung erfahren.

Gerne bieten Versicherer auch schnell einmal Abfindungssummen an, in der Hoffnung, dass Sie sich weitere zeitaufwendige Regulierungen ersparen möchten oder bereits in finanzieller Not sind. Dieser angebotene Abfindungsbetrag entspricht jedoch nicht annähernd den tatsächlichen Gegebenheiten.

Durchhaltevermögen wird belohnt

Selbst wenn die Widerstände noch so groß sind, sollten Sie die Flinte nicht ins Korn werfen und den Weg des geringsten Widerstands gehen, denn das käme nur dem Schädiger bzw. seinem Versicherer zugute.

Wir raten jedem Geschädigten, die nötige Geduld und Ausdauer in der Auseinandersetzung mit der gegnerischen Versicherung aufzubringen, denn das Durchhaltevermögen wird in der Regel am Ende reich belohnt.

Eleonore Wunder, Rechtsanwältin


Ihre Experten für Schmerzensgeld und Schadensersatz

Wenn auch Sie oder ein Angehöriger durch einen Unfall schwerst geschädigt sind, sprechen Sie uns an. Wir unterstützen Sie dabei, die Ihnen zustehenden Schmerzensgeld- und Schadensersatzansprüche durchzusetzen.

Folgende Experten für Personenschäden nach einem Unfall stehen Ihnen für eine kompetente Rechtsberatung zur Verfügung:
Melanie Mathis, Fachanwältin für Verkehrsrecht und Partnerin, Eleonore Wunder, Rechtsanwältin, Thomas Gfrörer, Rechtsanwalt

Bestimmung der Höhe des Schadensersatzes nach Behandlungsfehler oder Verkehrsunfall

Nach einem Verkehrsunfall oder einem Behandlungsfehler ist zunächst die Haftungssituation zu klären. Gerade im Bereich des Arzthaftungsrechts wird häufig erst ein langer Streit um die Haftung geführt, bis die Gegenseite endlich in die konkrete Regulierung des entstandenen Schadens einsteigt. Weiterlesen

Mediation bei großen Personenschäden – eine neuentdeckte Chance?

Wer nach einem Unfall oder einem Behandlungsfehler schwer verletzt wurde, muss sich mit einer vollständig veränderten Lebenssituation auseinandersetzen. Nichts ist mehr so, wie es war, die früher gekannte Normalität gibt es nicht mehr. Zu der Auseinandersetzung mit der neuen Situation kommt meist noch der Streit mit der gegnerischen Versicherung um Schadensersatz und Schmerzensgeld – Verhandlungen, die sich oft jahrelang, manchmal sogar jahrzehntelange hinziehen. Für den Geschädigten geht es um ein zukünftiges Leben ohne finanzielle Nöte, für die Versicherer geht es um sehr, sehr viel Geld.
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Haushaltsführungsschaden: keine überhöhte Anforderung an die Substantiierung

Das Oberlandesgericht Köln hat in seiner Entscheidung vom 12.12.2014 (Az. 19 U 39/14) bestätigt, dass es für die Bewilligung eines Haushaltsführungsschadens grundsätzlich erforderlich ist, den Umfang der vor dem Schadensereignis verrichteten Haushaltstätigkeit substantiiert, d.h. fundiert und begründet darzulegen. Aus diesem Grund fordern die Versicherer immer dezidiertere Angaben und hoffen so, dass der Geschädigte irgendwann keine Kraft mehr hat, den Fragen standzuhalten und letztendlich kapituliert. Damit erreichen die Versicherer eine deutliche Verringerung der zu entschädigende Summe und sparen so jährlich Millionen von Euro ein. Weiterlesen

Kapitalisierungstabellen – Ersatzansprüche bei Personenschäden richtig berechnen

Bei schweren Personenschäden für den Betroffenen eine angemessene Entschädigung vom Verantwortlichen zu erreichen, ist für Anwälte eine komplexe Aufgabe und abhängig von vielen dynamischen Einflüssen. Das Buch „Kapitalisierungstabellen – Ersatzansprüche bei Personenschäden richtig berechnen“, jetzt in der 2. und überarbeiteten Auflage, erschienen, bietet kompetente Unterstützung und berücksichtigt die wichtigsten Faktoren: marktgerechte Zinssätze, realistische Laufzeiten, Kapitalertragsteuer sowie aktuelle demografische Entwicklungen. Weiterlesen