Haushaltsführungsschaden - Anwaltsbüro Quirmbach & Partner

Die Bemessungsgrundlage des Haushaltsführungsschadens wird immer wieder kontrovers diskutiert. Der Bundesgerichtshof (BGH) hat in seinem Urteil vom 3.2.2009 (Az. VI ZR 183/08) grundsätzlich entschieden, dass eine Schätzung des Schadens auf der Grundlage des Tabellenwerkes „Der Haushaltsführungsschaden“ von Schulz-Borck/Hofmann möglich ist. Ein Muss ist die Orientierung an dem Tabellenwerk allerdings nicht. Weiterlesen

Das Oberlandesgericht Köln hat in seiner Entscheidung vom 12.12.2014 (Az. 19 U 39/14) bestätigt, dass es für die Bewilligung eines Haushaltsführungsschadens grundsätzlich erforderlich ist, den Umfang der vor dem Schadensereignis verrichteten Haushaltstätigkeit substantiiert, d.h. fundiert und begründet darzulegen. Aus diesem Grund fordern die Versicherer immer dezidiertere Angaben und hoffen so, dass der Geschädigte irgendwann keine Kraft mehr hat, den Fragen standzuhalten und letztendlich kapituliert. Damit erreichen die Versicherer eine deutliche Verringerung der zu entschädigende Summe und sparen so jährlich Millionen von Euro ein. Weiterlesen

Bei der Regulierung schwerer Personenschäden sind sowohl der Geschädigte als auch der eintrittspflichtige Versicherer häufig daran interessiert, die grundsätzlich in Rentenform geschuldeten Leistungen für die Zukunft mit einer einmaligen Zahlung abzufinden.

Dazu werden die Ansprüche aus dem Erwerbsschaden, den Pflege- und Betreuungskosten, dem Haushaltsführungsschaden usw. kapitalisiert und in der Regel in Form einer Rente ausgeglichen. Weitere Informationen hierzu finden Sie in den Beiträgen Kapitalabfindung oder Rente und Kapitalisierung von Renten. Weiterlesen

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