REHACARE in Düsseldorf – Einblicke der Auszubildenden

Die REHACARE in Düsseldorf ist eine Internationale Fachmesse für Rehabilitation und Pflege, die Lösungen für Menschen mit Behinderungen, mit Pflegebedarf, im Alter und mit chronischen Krankheiten präsentiert. Uber 900 Aussteller stellen ihre nützlichen und hilfreichen neuen Produkte und Innovationen vor.

Unsere Kanzlei nimmt seit vier Jahren an der REHACARE teil. In diesem Jahr fand die Messe vom 26.09.2018 bis zum 29.09.2018 statt. Damit auch wir Auszubildenden einen Einblick in diese für uns neue Welt bekommen, dürfen immer zwei von uns an der Messe teilnehmen.
Für uns war die Teilnahme an der REHACARE eine große Erfahrung. Wir haben viele Sachen erlebt und auch erkundet. Zu allererst haben wir natürlich den Anwälten am Stand hilfreich zur Seite gestanden, haben uns um die Organisation gekümmert und die Besucher empfangen.

Das haben wir entdeckt

Wir hatten aber auch die Zeit, verschiedenen Stände und Angebote kennenzulernen: zum Beispiel das „ReWalk“, ein am Körper tragbares roboterhaftes Exoskelett. Es ermöglicht Menschen mit einer Rückenmarksverletzung durch motorisierte Hüften und Knie wieder aufrecht zu stehen, zu gehen und Treppen hinauf- und hinabzugehen. Es ist faszinierend, wie die Menschen, die normalerweise im Rollstuhl sitzen, damit umgehen können. Das hat uns sehr begeistert.

Wir haben einen Stand entdeckt, an dem man verschiedene Sicherheits- und Gefahrenfunktionen kennenlernen konnte. Zum Beispiel, wie man sich verhalten soll, wenn eine Steckdose beschädigt ist, wie man Kisten richtig tragen sollte oder was die verschiedensten Symbole der Sicherheit und Gefahren bedeuten. Anschließend durften wir noch eine Handwachsfigur erstellen. Wir finden es klasse, dass die Messe auch Unterhaltung für die Besucher bietet.

Wir haben gelernt, dass man mit einer Sehbehinderung und einer Sehstärke von nur noch 4 % als Koch tätig sein kann. Es war für uns erstaunlich, dass man dem Koch die Behinderung nicht angesehen hat.

Was uns Auszubildende auch sehr interessiert hat, waren die Assistenz- und Therapiehunde. Sie helfen den Menschen im Alltag, sorgen für mehr Lebensqualität, Unabhängigkeit und Selbstständigkeit. Die Hunde haben eine intensive Ausbildung hinter sich und leisten beeindruckende Arbeit. Ein Assistenzhund hilft sowohl funktionell als auch emotional. Er kann Türen, Schubladen und Schränke öffnen oder gelähmte Körperteile in die richtige Position schieben. Ein Therapiehund ist ein sozialer Mittler und holt seinen Menschen aus der Isolation heraus. Er hilft dem Menschen allein nur durch das Dasein – das Streicheln, das Schmusen, dieses „ich bin ganz für dich da“-Gefühl.

Viele haben gefragt, warum eine Anwaltskanzlei auf der REHACARE ausstellt. Da unsere Rechtsanwälte auf Schmerzensgeld und Schadensersatz nach schweren Unfällen und Behandlungsfehlern spezialisiert sind, sind wir für die Messe-Besucher da, die einen Anwalt auf diesem Gebiet suchen. Durch die Messe haben wir einige Mandanten dazugewonnen und freuen uns, ihnen helfen zu dürfen.

Für uns war die Teilnahme an der REHACARE eine interessante Erfahrung und wir sind der Meinung, dass jeder diese Erfahrung machen sollte. Wir können nun sehr viel besser verstehen, was es heißt, mit einer Behinderung leben zu müssen.

Alena Victorova und Jennifer Friesen, Auszubildende

Patienten im Wachkoma

In der vergangenen Woche besuchten Rechtsanwältin Melanie Mathis und Rechtsanwalt Sven Wilhelmy eine Pflegeeinrichtung des Vereins Patienten im Wachkoma e.V. in Bergneustadt im Bergischen Land. Der Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Lebensqualität von Wachkoma-Patienten zu verbessern. Die Therapie setzt da an, wo in anderen Häusern der Patient bereits als austherapiert gilt. Während ihres in der Regel 3 bis 6-monatigen Aufenthaltes werden die Patienten fit für die häusliche Pflege gemacht. Auch die Angehörigen werden mit eingebunden, damit sie lernen, wie sie mit ihren schwer beeinträchtigen Angehörigen umgehen können.

Hinführung zu einem möglichst normalen Leben

Hauptziel des Vereins ist nach eigenen Angaben „die Hinführung zu einem möglichst normalen Leben in der eigenen Häuslichkeit mit einer größtmöglichen Teilhabe am gesellschaftlichen Leben für Patienten und Angehörige.“
Wir konnten uns persönlich davon überzeugen, wie liebevoll und engagiert sich das Team für seine Patienten einsetzt. Besonders positiv ist uns aufgefallen, dass es während der Therapiezeiten eine 1:1 Betreuung gibt, d.h. jeder Patient hat einen eigenen Betreuer. Beeindruckend sind auch die Therapieergebnisse, die durch dieses außerordentliche Engagement erreicht werden. Wir hatten übrigens nie das Gefühl, in einer Pflegeeinrichtung zu sein. Das Haus, das maximal 9 Patienten aufnimmt, vermittelt vielmehr den Eindruck eines kleinen, gemütlichen Hotels.

„Berührungen im Licht“

Der Verein bietet mehrmals im Jahr eine 14-tägige Wasser-/Lichttherapie an: „Berührungen im Licht“ verbindet eine sanfte Körperbehandlung mit einer Klang- und Lichttherapie in körperwarmem Wasser. Adressaten sind hier neben Wachkoma-Patienten Patienten mit Störungen des zentralen Nervensystems, die in der Regel auf Pflege oder Betreuung angewiesen sind. Das Besondere an diesem Konzept ist, dass auch die Angehörigen in diese Therapie mit eingebunden werden.

Uns hat diese Einrichtung so überzeugt, dass wir unseren betroffenen Mandanten einen Aufenthalt dort empfehlen werden. Weitere Informationen finden Sie unter Patienten im Wachkoma e.V.

Melanie Mathis, Fachanwältin für Verkehrsrecht, Partnerin
Sven Wilhelmy, Rechtsanwalt und Partner


Ihre Experten für Personenschadensrecht

Wenn auch Sie oder ein Angehöriger nach einem Unfall oder Behandlungsfehler schwerst geschädigt sind, sprechen Sie uns an. Wir unterstützen Sie dabei, die Ihnen zustehenden Schmerzensgeld- und Schadensersatzansprüche durchzusetzen.

Folgende Experten für Personenschäden nach einem Unfall oder Behandlungsfehler stehen Ihnen u.a.  für eine kompetente Rechtsberatung zur Verfügung:
Melanie Mathis, Fachanwältin für Verkehrsrecht und Partnerin, Thomas Gfrörer, Rechtsanwalt und Partner und Ines Gläser, Fachanwältin für Medizinrecht

Zur Praxis des Rehamanagement

In der Praxis zeigt es sich immer wieder, dass das von den Versicherern angebotene Rehamanagement für alle Beteiligten hilfreich und von großem Nutzen ist.

  1. Es sorgt dafür, dass das verletzte Opfer eines Unfalles oder eines Behandlungsfehlers die optimale ärztliche Behandlung erhält.
  2. Es unterstützt den Geschädigten dabei, eine auf seine Bedürfnisse zugeschnittene Arbeitsstelle zu suchen und meist auch zu finden.
  3. Bei Schwerstverletzten hilft das Rehamanagement, die notwendige Pflege zu optimieren.

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Rehabilitationsmanagement – eine Empfehlung für unsere Mandanten

Nach einem schweren Unfall befinden sich viele unserer Mandanten in einer scheinbar ausweglosen Lage, sie sehen sich vor unüberwindbare Hürden gestellt. Gelingt es jemals wieder, den Alltag ganz normal, so wie früher zu bewältigen? Wie geht es beruflich weiter? Weiterlesen