Bei Personengroßschäden geht es um enorm hohe Summen und die Regulierung zieht sich oft über Jahre hin. Anwälte müssen deshalb von Anfang an die richtigen Weichen stellen.

Kleinere Personenschäden wie Knochenbrüche, Halswirbelschleudertraumata oder Prellungen verheilen in der Regel relativ schnell. Zudem lässt sich meist frühzeitig feststellen, ob Folgeschäden eintreten, was eher selten der Fall ist. Weiterlesen

Radfahrende Kinder im Straßenverkehr und die Pflichten ihrer Eltern – ein Überblick über die Rechtslage von Eleonore Wunder

Das erste „Fahrzeug“, mit dem sich Kinder im Straßenverkehr bewegen, ist oft das Laufrad, gefolgt vom Fahrrad. Sie sollten auf beiden Rädern immer einen Helm tragen. Das ist zwar gesetzlich nicht vorgeschrieben, doch es liegt auf der Hand, dass ein Helm schwere Kopfverletzungen verhindern kann.

Aus rechtlicher Sicht wichtig: Ein Kind darf ein Laufrad nur abseits der Straße und auf Gehwegen nutzen. Auf der Fahrbahn selbst darf es damit nicht fahren. Dasselbe gilt, wenn Kinder bis zu 8 Jahren mit dem Fahrrad unterwegs sind. Hinzu kommt: Auf Fußwegen darf maximal eine Aufsichtsperson ab 16 Jahren dabei sein. Eine zweite Begleitperson ist nicht erlaubt – sie muss die Fahrbahn benutzen.

Erst ab dem 9. Geburtstag dürfen Kinder auch auf der Fahrbahn fahren. Sie müssen es aber noch nicht: Bis zum Alter von 10 Jahren ist es ihnen noch erlaubt, mit dem Fahrrad den Gehweg zu benutzen.

Was gilt auf Zebrastreifen und Radwegen?

Regeln für Kinder mit LaufrädernKinder in diesem Alter sollten allerdings ebenso wie Jugendliche und Erwachsene einen Zebrastreifen nicht mehr fahrend überqueren. Es gibt zwar keine Rechtsnorm, die dies verbietet. Doch wenn sie ihn fahrend überqueren, verlieren sie ihr Vorrecht vor dem Fahrzeugverkehr (eine Ausnahme gilt für Kinder bis zum Alter von 8 Jahren).

Die Devise sollte deshalb lauten: schieben. Erwachsene können einen Zebrastreifen nach der Rechtsprechung allerdings alternativ auch rollernd überqueren. Rollernd heißt, der rechte Fuß steht auf dem linkem Pedal und mit dem linken Fuß stößt man sich auf dem Boden ab. Dadurch geht der sogenannte Fußgängervorrang nicht verloren.

Auch jenseits von Gehwegen und Zebrastreifen spielt die Altersgrenze von acht Jahren juristisch eine wichtige Rolle. So dürfen Kinder bis zu diesem Alter einen auf die Fahrbahn gemalten Fahrrad- oder Schutzstreifen nicht benutzen. Nur wenn der Radweg baulich abgetrennt ist, dürfen sie mit Fahrrad oder Laufrad darauf fahren.

Wer haftet nach einem Unfall?

Zum Schluss noch der Hinweis, dass ein Rad fahrendes oder rollerndes Kind bis zum Alter von 10 Jahren bei einem verschuldeten Unfall nicht haftet. Das bedeutet allerdings nicht, dass Eltern keine Prüfung einer Aufsichtspflichtverletzung droht: Versicherungen erheben diesen Vorwurf nur allzu gerne.

Das entbindet sie zwar nicht von der Pflicht zu zahlen. Aber über den Vorwurf einer Aufsichtspflichtverletzung können sie versuchen, einen Teil des gezahlten Betrages von den Eltern zurückzufordern.

Eleonore Wunder, Rechtsanwältin
spezialisiert auf die Vertretung von Opfern von Verkehrsunfällen

Warum ein auf Personenschadensrecht spezialisierter Rechtsanwalt den Fall entscheiden kann

Sie hatten einen schweren Unfall und leiden nun unter den Folgen Ihrer schwerwiegenden Verletzungen. Sie haben Anspruch auf Schadensersatz und möchten den auch von der gegnerischen Versicherung einfordern
Wenn Sie auf eigene Faust versuchen zu Ihrem Recht zu kommen, stehen Sie in der Regel auf verlorenem Posten. Bei der Regulierung der Schmerzensgeld- und Schadensersatzansprüche werden Sie mit großer Sicherheit benachteiligt. Denn immer wieder stellen wir fest, dass einige Versicherer selbst in vermeintlich eindeutigen Fällen die Schadensregulierung massiv verzögern oder gleich ganz verweigern. Mit einem spezialisierten Anwalt an der Seite erhöhen sich Ihre Erfolgschancen deutlich. Weiterlesen

Bei schweren Personenschäden für den Betroffenen eine angemessene Entschädigung vom Verantwortlichen zu erreichen, ist für Anwälte eine komplexe Aufgabe und abhängig von vielen dynamischen Einflüssen. Das Buch „Kapitalisierungstabellen – Ersatzansprüche bei Personenschäden richtig berechnen“, in der 3. überarbeiteten und erweiterten Auflage lieferbar, unterstützt präzise und praxisorientiert bei der Optimierung der Schadensregulierung. Dabei berücksichtigt das Werk die wichtigsten Faktoren: marktgerechte Zinssätze, realistische Laufzeiten, Kapitalertragsteuer sowie aktuelle demografische Entwicklungen. Weiterlesen

Der Aufschrei in der Szene der Haftpflichtversicherer war groß, als sich  die Schmerzensgeldbeträge gerade bei großen Personenschäden etwa zur Jahrtausendwende nahezu verdoppelten. Erhielt ein schwerst hirngeschädigter Mandant, etwa ein geburtsgeschädigtes Kind oder ein erwachsenes Unfallopfer im Wachkoma, noch ein symbolisches Schmerzensgeld in Höhe von 75.000 bis 150.000 DM, also ca. 40.000 bis 75.000 EUR, wurden nun plötzlich Beträge im mittleren sechsstelligen Bereich ausgeurteilt.
Spätestens zur Euro-Einführung wurde dann der Betrag „500.000 EUR“ der neue Maßstab für die Zuerkennung eines hohen Schmerzensgelds für eine völlige Persönlichkeitszerstörung. Weiterlesen

Der Start in die Motorradsaison ist leider auch verbunden mit einer steigenden Zahl schwerer Unfälle, in die Motorradfahrer verwickelt sind. Gerade nach schweren und schwersten Unfällen stehen die Familie und das Umfeld des Verletzten meist ratlos da. Neben der Angst um das Leben und die Gesundheit müssen viele Dinge geklärt und geregelt werden.

Von Anfang an die richtigen Weichen stellen

Seit vielen Jahren bin ich darauf spezialisiert, die Schmerzensgeld- und Schadensersatzansprüche schwerverletzter Motorradfahrer durchzusetzen. Da ich selbst passionierte Bikerin bin, weiß ich, wie wichtig es ist, nach einem Unfall professionelle juristische Hilfe in Anspruch zu nehmen. Nur so können die Weichen von Anfang an richtig gestellt und die berechtigten Ansprüche auf Schmerzensgeld und Schadensersatz optimal durchgesetzt werden. Weiterlesen

Wann haftet der Fahrschüler, wann haftet der Fahrlehrer?

Wie oft schon ist man etwas entnervt hinter einem unsicher fahrenden Fahrschulwagen hergefahren. Auf der Beifahrerseite saß der Fahrlehrer, hinter dem Steuer der Fahrneuling. Bekannt dürfte sein, dass ein Fahrschulwagen auch auf der Beifahrerseite über Brems- und Gaspedale verfügt. Doch wervon beiden haftet, wenn es zu einem vom Fahrschüler verursachten Unfall kommt? Weiterlesen

Wer nach einem Unfall oder einem Behandlungsfehler schwer verletzt wurde, muss sich mit einer vollständig veränderten Lebenssituation auseinandersetzen. Nichts ist mehr so, wie es war, die früher gekannte Normalität gibt es nicht mehr. Zu der Auseinandersetzung mit der neuen Situation kommt meist noch der Streit mit der gegnerischen Versicherung um Schadensersatz und Schmerzensgeld – Verhandlungen, die sich oft jahrelang, manchmal sogar jahrzehntelange hinziehen. Für den Geschädigten geht es um ein zukünftiges Leben ohne finanzielle Nöte, für die Versicherer geht es um sehr, sehr viel Geld.
Weiterlesen

© Anwaltsbüro Quirmbach & Partner | Impressum | Datenschutzerklärung Anwaltsbüro Quirmbach & Partner Ihre Anwälte für Schmerzensgeld und Schadensersatz nach Unfall oder Arztfehler Anonym hat 4,80 von 5 Sternen 531 Bewertungen auf ProvenExpert.com