Wenn nichts mehr ist, wie es war

Ein unverschuldeter, schwerer Unfall wirft zwangsläufig jeden aus der Bahn. Auf den ersten Schock folgt Desorientierung. Das Ereignis muss verarbeitet und integriert werden, wenn eine Rückkehr zu neuer Lebensqualität möglich werden soll.

Die Verarbeitung gleicht einem Trauerprozess nach einem schweren Verlust und ist charakterisiert durch unterschiedliche Gefühle, die heftig und überwältigend sein können. Wut, Verzweiflung, Hass, Enttäuschung, Scham, Angst, Hilflosigkeit, extreme Ohnmacht. Wellen körperlichen und seelischen Schmerzes begleiten diesen Prozess. Nur langsam, in seiner eigenen Zeit, kann ein Mensch begreifen, verstehen und schließlich anerkennen, dass sich sein Leben nun verändert hat und nicht mehr so weitergeht wie bisher. Weiterlesen

Urlaub für Pflegebedürftige und ihre Angehörigen – Ein Gewinn für alle

Seit einem schweren Verkehrsunfall im Jahr 2007 ist Karl-Heinz H. querschnittgelähmt und wird von seiner Frau Inge gepflegt. Der Alltag ist anstrengend, sowohl körperlich als auch seelisch, und kostet beide sehr viel Kraft und Energie.
Einmal diesem Alltag entfliehen und die Seele baumeln lassen, das ist eine Vorstellung, die für das Ehepaar nach purem Luxus klingt. Ein gemeinsamer Urlaub scheint nicht möglich, weil die aufwändige Betreuung kaum Zeit zum Durchatmen lässt. Die wenigen Urlaube in der Vergangenheit waren immer mühsam und wenig erholsam: Die Zimmer waren zu klein, die Einrichtungen nicht behindertengerecht. Und ihren Mann in die Kurzzeitpflege abzugeben, das kommt für Frau H. nicht in Frage. Weiterlesen

Lebensfreude und Lebensqualität nach schweren Schicksalsschlägen

Die menschliche Seite des Anwaltsalltags

Auch nach schwersten Schicksalsschlägen ist Lebensfreude wieder möglich. Unzählige Betroffene erfahren das am eigenen Körper. Wissenschaftliche Studien erklären plausibel, warum eine körperliche Behinderung persönliches Glück nicht verhindern und keine emotionale Einschränkung bedeuten muss. Weiterlesen