Medizinrecht - Anwaltsbüro Quirmbach & Partner

Das Trauma

Es ist ein Irrtum, zu glauben, sich vorstellen zu können, was es bedeutet, von heute auf morgen im Rollstuhl zu sitzen und wie traumatisierend dies sein kann. Es ist auch nicht möglich, zu wissen, wie es sich anfühlt, plötzlich zu erblinden, auf Hilfe anderer angewiesen zu sein, oder ununterbrochen unter schweren Schmerzen zu leiden – und dies gar ohne Hoffnung auf eine Besserung. Weiterlesen

Im Volksmund hört man ja oft: Eine Krankheit, viele Diagnosen. Daher möchte ich Ihnen heute von meiner ganz persönlichen Geschichte und den dazugehörigen Diagnosen erzählen.
Mein Name ist Alexandra Michel. Ich habe in Saarbrücken Jura studiert und absolviere nun mein Referendariat am Landgericht Koblenz. Im Rahmen dessen arbeite ich seit etwas mehr als einem halben Jahr im Anwaltsbüro Quirmbach & Partner, wo ich endlich – nach über sieben Jahren – die für mich richtige Diagnose gefunden habe. Weiterlesen

Ich muss etwas gestehen: Jura hat mir nicht immer nur Freude bereitet.
Denn in Studium, Referendariat und als Berufsanfänger werden auch Bereiche berührt, die weder besonderes Interesse noch Leidenschaft in mir entfacht haben. So gehörte z.B. auch dazu Straftäter anzuklagen oder zu verteidigen, Urteile zu Verkehrsunfällen zu schreiben, Mietminderungen durchzusetzen und Ehescheidungen zu begleiten. Dabei wollte ich doch nur Medizinrecht machen. Denn Medizin hat mich immer mehr interessiert als Jura. Nicht nur mehr, sondern leidenschaftlich. Ich wollte aber kein Arzt sein, sondern Anwalt. Weiterlesen

Jeder Prozess im Arzthaftungsrecht dreht sich um den „medizinischen Standard“. Und kein Prozess kann entschieden werden, ohne die Frage zu klären, ob der „medizinische Standard“ eingehalten worden ist oder nicht. Bei einem Verstoß gegen den medizinischen Standard liegt nämlich ein Behandlungsfehler vor. Weiterlesen

Die Bundesländer kommen mehr und mehr ihren Verpflichtungen, die Investitionskosten von Krankenhäusern zu tragen nicht nach, obwohl sie gesetzlich dazu verpflichtet sind.
Der ohnehin schon bestehende wirtschaftliche Druck, der auf den Krankenhäusern lastet, erreicht damit ein Ausmaß, das zwangsläufig zum Kollaps führt, wenn nicht gegengesteuert wird. Weiterlesen

In der Süddeutschen Zeitung wird tagesaktuell über Fluch und Segen des Fortschritts in der modernen Medizin berichtet:  Wenn Medizin schädlich wird

Der Artikel zeigt eindrucksvoll den Einfluss von Fortschrittsdenken, technischen Innovationen und finanziellen (Fehl-) Anreizen auf die Qualität der medizinischen Behandlung von Patienten auf. Insbesondere, wenn alle drei Faktoren zusammenkommen sind unnötige Behandlungen, Überdiagnosen und sog. Übertherapien mitunter die Folge. Über die potentiellen und schwerwiegenden gesundheitlichen Folgen in diesem Zusammenhang wird dabei nur am Rande berichtet. Weiterlesen

Hausärztliche Versorgung im ländlichen Bereich

Ein erheblicher Diskussionsbedarf entstand beim Vortrag von Harald Stender, Koordinator ambulante Versorgung Kreis Dithmarschen, in dem es um die Sicherstellung der hausärztlichen Versorgung im ländlichen Bereich ging. Die von Herrn Stender dargestellten Entwicklungen der nächsten 5 bis 10 Jahre sind alarmierend. Gerade in den ländlichen Gebieten ist nicht nur die hausärztliche, sondern auch die fachärztliche Versorgung in erheblichem Maße gefährdet. Weiterlesen

Die Rolle von Gutachten und Gutachtern

Da die Behandlung des Privatgutachtens in einem Arzthaftungsrechtsstreit immer wieder Probleme bereitet, sah sich der Bundesgerichtshof (BGH) auch im vergangenen Jahr veranlasst, zu der Bedeutung und Behandlung eines Privatgutachtens in einem Arzthaftungsrechtsstreit Stellung zu nehmen (BGH, Beschluss vom 11.3.2014 – VI ZB 22/13). Der BGH stellt noch einmal darauf ab, dass im Rahmen eines Rechtsstreites eine Auseinandersetzung mit dem vom Patienten vorgelegten Privatgutachten erfolgen muss und hier eine „besondere Sorgfalt vom Richter gefordert“ wird. Auch verlangt der BGH, dass sich die Erwägungen des Gerichtes in den Entscheidungsgründen, z.B. dem Urteil, widerspiegeln müssen. Dort muss für den Leser nachvollziehbar dargestellt werden, weshalb das Gericht dem einen Gutachter den Vorzug vor dem anderen gibt bzw. weshalb es dem einen folgt und dem anderen nicht. Weiterlesen

Die diesjährige Frühjahrstagung Medizinrecht der Arbeitsgemeinschaft Medizinrecht im Deutschen Anwaltverein fand vom 24. bis 25. April 2015 in Frankfurt am Main statt. In der Arbeitsgruppe Arzthaftungsrecht, an der ich teilnahm, wurde vor allem die aktuelle Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes sowie der weiteren Obergerichte diskutiert.

Auch im vergangenen Jahr sind wieder viele Entscheidungen im Bereich des Arzthaftungsrechts durch den Bundesgerichtshof (BGH) ergangen. Für den Arzthaftungsrechtler gibt es wenig Neues, allerdings bekräftigte der BGH seine Rechtsprechung der vergangenen Jahre und führte sie weiter, was deutlich zur Rechtssicherheit beiträgt. Weiterlesen

Interessenkonflikte sind der Feind der Objektivität eines Sachverständigen. Und nicht nur das, sie sind auch der Feind der hohen Reputation einer ganzen Wissenschaft.
Definiert ist ein solcher Konflikt durch das Spannungsfeld zwischen den primären Interessen von Ärzten und Wissenschaftlern, nämlich dem Wohlergehen der Patienten, bzw. einer Weiterentwicklung des medizinischen Wissens und den möglichen sekundären Interessen. Diese können materiell, sozial, beruflich oder intellektuell sein. Weiterlesen

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