Arzthaftungsrecht - Anwaltsbüro Quirmbach & Partner

In Deutschland gibt es zu viele Krankenhäuser. Eine starke Verringerung der Klinikanzahl von aktuell knapp 1.400 auf deutlich unter 600 Häuser würde die Qualität der Versorgung für Patienten verbessern und bestehende Engpässe bei Ärzten und Pflegepersonal mildern.

Mit diesen Worten beginnt die Bertelsmann-Studie zum Thema „Zukunftsfähige Krankenhausversorgung“, die in diesen Tagen ein gewaltiges mediales Echo nach sich zieht.
Weiterlesen

Es ist eine traurige Tatsache, dass Versicherungen im Arzthaftungsrecht die Regulierung oft über Jahre verzögern, auch wenn der Schaden erheblich und der Behandlungsfehler nachgewiesen ist.

Die Geschädigten leiden hier dreifach:

  1. aufgrund der direkten Folgen des Behandlungsfehlers (körperliche und seelische Beeinträchtigungen,
  2. aufgrund der indirekten Folgen des Behandlungsfehlers (Sorge um die wirtschaftliche Existenz durch Verlust des Arbeitsplatzes, hohe Therapiekosten etc.),
  3. weil der ihnen zustehende Anspruch auf Schadensersatz nicht gewährt wird (Gefühl der Ohnmacht wegen der erlittenen Ungerechtigkeit).

Weiterlesen

„Eine Krähe hackt der anderen doch kein Auge aus.“  So oder so ähnlich beginnen viele unserer Mandanten das Gespräch, wenn es darum geht, die Erfolgsaussichten eines Schadensersatzanspruchs nach einem möglichen Behandlungsfehler zu prüfen. Wie entsteht dieser Eindruck? Ist das wirklich so? Anlass genug, mich an dieser Stelle einmal intensiver mit dem Thema auseinanderzusetzen. Weiterlesen

Der Anwalt kann nicht gesundmachen. Das ist leider eine Tatsache.

Der Anwalt kann „nur“ Schadensersatz durchsetzen.

Schadensersatz ist aber mehr als nur Geld. Schadensersatz ist Lebensqualität. Schadensersatz ist eine behindertengerechte Wohnung für schwer geschädigte Menschen, ein behindertengerechtes Auto, behindertengerechtes Reisen. Weiterlesen

Kommen Ärzte ihren Informationspflichten aus dem Patientenrechtegesetz nach?

Die Aufmerksamkeit im Fachpublikum war groß, als die Bundesregierung im Februar 2013 das sog. Patientenrechtegesetz einführte. Was man dazu las, klang zunächst einmal gut und suggerierte, dass die Hürden bei der Geltendmachung von Schadensersatz nach einem Behandlungsfehler für betroffene Patienten niedriger werden.  Doch waren Ärzte- und Patientenvertreter sich schon damals einig, dass das Gesetz im Wesentlichen lediglich Altbekanntes verschriftlicht und wenig Innovationskraft hat. Weiterlesen

Wer trägt die Beweislast und wofür?

Der Arzt muss grundsätzlich die Aufklärung und die Einwilligung des Patienten beweisen.
Der Patient muss den Behandlungsfehler und den Schaden beweisen. Außerdem muss er beweisen, dass der Behandlungsfehler ursächlich für den Schaden ist (sogenannte Kausalität). Dabei kann auch die Mitursächlichkeit ausreichen. Weiterlesen

Dieser Titel des Beitrags ist sicher gut gemeint, inhaltlich jedoch falsch! Richtigerweise müsste es heißen: „Es sind schon Tausende gestorben und das System hat sich nicht geändert!“

Aufgrund meiner jahrzehntelangen Tätigkeit als Anwalt für Arzthaftungsrecht stelle ich die Behauptung auf, dass es mehr als 100.000 Patienten sind, die in den letzten Jahren aufgrund des desolaten Gesundheitssystems und der spiralförmig nach unten gehenden Personalausstattung gestorben sind. Die Zahl der Patienten, die aufgrund dieser Situation einen schweren Gesundheitsschaden erlitten haben, liegt um ein Vielfaches höher. Weiterlesen

Soeben erreicht mich eine Einladung zur Pressekonferenz der Bundesärztekammer (BÄK), die sich am 4.4.2018 mit dem oben genannten Thema beschäftigt.
Ich möchte an den Beitrag meines Kollegen Jan Tübben vom 26. Februar 2018 anknüpfen, in dem er ausführlich erläuterte, dass die Zahl der Behandlungsfehler und auch die Zahl der von den Schlichtungsstellen festgestellten Behandlungsfehler keineswegs rückläufig ist, wie dies beispielsweise die Schlichtungsstelle für Thüringen oder die Gutachterstelle für Arzthaftungsfragen in Sachsen behaupten. Weiterlesen

In meinem Beitrag  Operation mit Nebenwirkungen  ging es darum, wie wichtig es ist, beim Aufklärungsgespräch vor einer OP nachzufragen, ob eine Vollnarkose wirklich notwendig ist oder ob es möglicherweise Behandlungsalternativen gibt.

Das Oberlandesgerichts Hamm hat sich in einem kürzlich veröffentlichten Urteil (Az. 26 U 3/14 vom 15. Dezember 2017) mit einem Thema auseinandergesetzt, das sehr gut zu dem o.a.Beitrag passt. In dem Urteil ging es um die Aufklärung über Behandlungsalternativen. Weiterlesen

© Anwaltsbüro Quirmbach & Partner | Impressum | Datenschutzerklärung Anwaltsbüro Quirmbach & Partner Ihre Anwälte für Schmerzensgeld und Schadensersatz nach Unfall oder Arztfehler Anonym hat 4,85 von 5 Sternen 457 Bewertungen auf ProvenExpert.com