Betreuerentscheidungen

Betreuerentscheidungen im medizinischen Grenzbereich

Etwa 1,3 Millionen Menschen in Deutschland haben einen Betreuer. Betroffen sind 18-jährige Unfallopfer genauso wie hochbetagte, demente Menschen. Man sollte also bei dem Thema Betreuung nicht einfach abwinken, weil das Problem vielleicht noch weit in der Zukunft liegt – „wenn man dann mal alt ist“. Auch für schwerstverletzte Unfallopfer und deren Angehörige ist das Thema von Bedeutung.

BetreuerentscheidungenDenn die Meinung, man werde automatisch von den Kindern, Ehegatten oder Eltern vertreten, wenn man selbst seine Angelegenheiten nicht mehr erledigen kann, ist ebenso verbreitet wie falsch. Es sind dann Betreuer oder Vorsorgebevollmächtigte, die an Stelle des Betroffenen unter Beachtung der gesetzlichen Vorgaben Entscheidungen treffen müssen.
Unsere Anwältin Ulrike Böhm-Rößler hat zusammen mit Horst Böhm zu diesem Thema den Ratgeber „Betreuerentscheidungen im medizinischen Grenzbereich“ geschrieben. Das Buch unterstützt Betreuer und Vorsorgebevollmächtigte, Betroffene und auch deren Angehörige vor allem in außergewöhnlichen und kritischen Situationen.

Die „Vertreter“ müssen für die Betroffenen Entscheidungen treffen. Dies kann für Berufsbetreuer ebenso schwierig sein wie für Angehörige, die als Betreuer bestellt wurden oder eine Vorsorgevollmacht vorweisen können. Wenn es um folgenreiche oder gar lebensentscheidende Probleme geht, werden Angehörige in der Regel emotional berührt sein und vor der Verantwortung zurückschrecken. Oftmals können aber auch nur Angehörige wissen, zu welcher Entscheidung der Betroffene gekommen wäre.

Die Bandbreite der Entscheidungen, die für einen Betroffenen zu fällen sind, reicht von ganz alltäglichen Geschäften über Ärztliche Zwangsmaßnahmen, risikoreiche medizinische Behandlungen bis hin zu lebenserhaltenden Maßnahmen. Während alltägliche Geschäfte mit Hilfe des gesunden Menschenverstandes erledigt werden können, sieht es bei Entscheidungen im sogenannten medizinischen Grenzbereich schon schwieriger aus. Hier ist jede Entscheidung mit schwerwiegenden Eingriffen in die Freiheits- und Persönlichkeitsrechte verbunden.

Dabei stellen sich folgende Fragen:

  • Wie sind ärztliche Zwangsmaßnahmen zu prüfen?
  • Was gilt es zu beachten bei der Sterbehilfe und Entscheidungen über lebenserhaltende Maßnahmen?
  • Welche Voraussetzungen müssen für eine Unterbringung und unterbringungsähnliche Maßnahmen erfüllt sein? Wie kann man sie durch mildere Maßnahmen vermeiden?
  • Welche Gesetze sind anwendbar und was sagt die Rechtsprechung dazu?

Das Buch gibt Antworten auf all diese Fragen. Anhand lebensnaher Fallbeispiele wird der Zusammenhang zwischen der Praxis und den gesetzlichen Vorgaben verdeutlicht. Umfangreiche Checklisten, Musterschreiben und die tabellarische Zusammenfassung zu jedem Kapitel sparen viel Zeit und helfen, die Themengebiete schnell zu erfassen.
Musterschreiben und Textvorschläge können 1:1 übernommen und müssen nicht selbst formuliert werden.
Ein Stichwortverzeichnis, sowie eine Auflistung und Erklärung wichtiger Begriffe unterstützen den Leser dabei, die entsprechenden Informationen zu finden.
Eine Auflistung von Internetquellen und weiterführenden Broschüren helfen, Ansprechpartner und weitere Informationen zu finden.

Der Ratgeber von Horst Böhm und Ulrike Böhm-Rößler „Betreuerentscheidungen im medizinischen Grenzbereich“ erscheint im November 2015 im Walhalla Verlag.

0 Kommentare

Ihr Kommentar

Möchten Sie uns Ihre Meinung zu diesem Thema sagen?
Hinterlassen Sie einen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.