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    Wir sind für Sie da und hören Ihnen zu.

    Rechtsanwalt Malte Oehlschläger, Fachanwalt für Medizinrecht

Behandlungsfehler bei Schlaganfall

Wir kämpfen für Ihr Schmerzensgeld und Ihren Schadensersatz

Schlaganfall – eine der häufigsten Krankheiten

TOPKanzlei Medizinrecht 2019 Quirmbach & PartnerDer Schlaganfall ist die dritthäufigste Todesursache und die häufigste Ursache für Behinderungen. Dennoch wird ein Schlaganfall oft nicht erkannt oder wegen fehlender Infrastruktur der Krankenhäuser zu spät behandelt.

Dabei ist bei Schlaganfallpatienten eine zeitnahe Behandlung extrem wichtig. Es zählt jede Minute, denn je früher ein Schlaganfall erkannt wird, umso erfolgreicher kann er behandelt und schwerwiegende Folgen können verhindert werden.

Und doch passiert es immer wieder, dass selbst in einer Klinik, die über eine Stroke Unit verfügt, ein Schlaganfall nicht erkannt und der Patient falsch behandelt wird.

Mögliche Gründe für einen Behandlungsfehler

  • Diagnose- und/oder Therapieverschleppung durch
    • verspätete Krankenhauseinweisung
    • verspätete Bilddiagnostik (CT, MRT, Dopplersonographie, Angiographie etc)
    • verspätete Vorstellung beim Arzt/Neurologen
    • verspätete Verlegung auf Stroke Unit
    • verspätete Lysetherapie
  • Unterlassene Untersuchung (Erhebung des neurologischen Statuses)
  • Fehldeutung der Symptome
  • Entlassung nach Hause trotz Schlaganfallsymptomatik

Anwälte für Patienten

Bei einem Behandlungsfehler nach Schlaganfall  vertreten unsere Anwälte ausschließlich Patienten – niemals den Arzt, das Krankenhaus oder die gegnerische Versicherung. Wir sind überzeugt: Es ist unmöglich, glaubwürdig beide Seiten zu vertreten.

Kostenlose Erstberatung

Schildern Sie uns Ihren persönlichen Fall – unsere Ersteinschätzung ist für Sie kostenlos und unverbindlich. Kosten entstehen erst dann, wenn Sie eine Vollmacht unterzeichnen und uns damit das Mandat erteilen. Wir freuen uns, wenn wir Sie unterstützen dürfen.

Bundesweit für Sie aktiv

Wir arbeiten im Arzthaftungsrecht erfolgreich für Mandanten im gesamten Bundesgebiet und legen großen Wert auf engen persönlichen Kontakt. Zugleich nutzen wir konsequent die Möglichkeiten moderner Anwaltskommunikation.

Medizinische Mindeststandards bei der Behandlung eines Schlaganfalls

Sobald die Verdachtsdiagnose „Schlaganfall“ bzw. „TIA“ (transitorische ischämische Attacke) im Raume steht, gehören die folgenden Maßnahmen zum diagnostischen und therapeutischen Mindeststandard, der zwingend eingehalten werden muss:

  • Unverzügliche Einweisung in einer Stroke Unit
  • Sofortige, lückenlose und exakte Dokumentation des neurologischen Status
  • Vorstellung bei einem Arzt innerhalb von 10 Minuten
  • Wiederholte neurologische Statusermittlung
  • Durchführung von CCT/MRT/Dopplersonografie/Angiografie innerhalb von 25 Minuten
  • Gegebenenfalls Gabe von Acetylsalicylsäure (ASS) als frühe Sekundärprophylaxe.

Wird bei der Behandlung dieser Katalog von Mindestmaßnahmen nicht oder in Teilen nicht eingehalten, kann ein Behandlungsfehler vorliegen. Der Arzt hat den Patienten dann nicht nach dem anerkannten Standard der wissenschaftlichen Medizin behandelt.

In diesem Video erklärt Malte Oehlschläger, Fachanwalt für Medizinrecht und spezialisiert auf Behandlungsfehler in der Neurologie, wie es zu Behandlungsfehlern bei einem Schlaganfall kommen kann und wann ein Arzt bzw. ein Krankenhaus dafür haften.

TIA und Schlaganfall

Etwa jeder dritte Schlaganfall kündigt sich durch eine TIA (Transitorische ischämische Attacke) an. Eine TIA, oft auch als Mini-Schlaganfall bezeichnet, ist eine vorübergehende Durchblutungsstörung des Gehirns, die zu neurologischen Ausfallerscheinungen führt.

Die TIA bildet sich zwar innerhalb von 24 Stunden wieder zurück. Doch ca. 30 % der Patienten erleiden nach einer TIA  innerhalb der nächsten fünf Jahre einen Schlaganfall. Deshalb muss eine TIA genauso ernst genommen werden wie ein Schlaganfall. Das gilt auch, wenn die Symptome nur vorübergehend sind.

Bei einer TIA können die gleichen Symptome auftreten wie bei einem Schlaganfall. Beide haben auch die gleichen Ursachen, die, auch wenn die Symptome abklingen, weiterhin bestehen bleiben. Aus diesem Grund sind Diagnose und Therapie bei TIA und Schlaganfall auch grundsätzlich identisch, d.h. es gilt der gleiche Mindeststandard. Wird der unterschritten, so kann auch bei einer TIA ein Behandlungsfehler vorliegen.

Tipps für Schlaganfall-Patienten und deren Angehörige

  • Bei einem einfachen Behandlungsfehler (z. B. geringe Verzögerung von CT oder Lysetherapie) muss der Patient beweisen, dass dieser Fehler auch den Schaden (z.B. halbseitige Lähmung) verursacht hat.
  • Bei einem groben Behandlungsfehler kommt es zur Beweislastumkehr. Ein grober Behandlungsfehler kann gegeben sein bei einem „unverständlichen Verstoß, der einem Arzt schlechterdings nicht unterlaufen darf“. Ein solcher Verstoß könnte dann vorliegen, wenn der Patient mit deutlicher Verspätung ins Krankenhaus eingewiesen, oder das CT erst mit deutlicher Verspätung veranlasst worden ist, oder der Patient trotz Schlaganfallsymptomatik wieder nach Hause entlassen worden ist. Dann muss der Arzt bzw. das Krankenhaus beweisen, dass derselbe Schaden auch ohne den groben Behandlungsfehler eingetreten ist.
  • Sichern Sie Beweise für den Behandlungsfehler: Machen Sie digitale Fotos, z.B. von den Örtlichkeiten und auch von Gesundheitsschäden, sofern sie sichtbar sind.
  • Notieren Sie Namen und Anschriften von Zeugen (z.B. die der Bett-Nachbarn im Krankenhaus oder von Anwesenden in der Notaufnahme).
  • Führen Sie ein Gedächtnisprotokoll, in dem Sie den Verlauf der Behandlung beschreiben und auch Ihre persönliche, familiäre und berufliche Situation vor dem Behandlungsfehler. Je mehr Informationen das Gedächtnisprotokoll enthält, umso besser können Sie argumentieren.

Schlaganfall falsch behandelt

Wann hat ein Patient Anspruch auf Schadensersatz und Schmerzensgeld

Voraussetzungen für den Anspruch auf Schadensersatz und Schmerzensgeld

Um im Arzthaftungsrecht Ansprüche auf Schadensersatz und Schmerzensgeld zu begründen, müssen grundsätzlich u.a. drei Voraussetzungen erfüllt sein:

  1. Behandlungsfehler bzw. Aufklärungsfehler durch den Arzt (Verstoß gegen den geltenden medizinischen Facharztstandard zum Zeitpunkt der Behandlung)
  2. Gesundheitsschaden beim Patienten
  3. der Gesundheitsschaden muss durch den Behandlungsfehler bzw. Aufklärungsfehler (mit-)verursacht worden sein (ursächlicher Zusammenhang/Kausalität).

Den Nachweis für diese Voraussetzungen muss der Geschädigte erbringen.

Einfacher und grober Behandlungsfehler / Beweislastumkehr

Wird ein „einfacher Behandlungsfehler“ bestätigt, muss der Patient den Nachweis erbringen, dass der Behandlungsfehler (oder Diagnosefehler oder Aufklärungsfehler) zu den beklagten Gesundheitsschäden geführt hat (Kausalität). Wird dagegen ein “grober Behandlungsfehler“ bestätigt, kommt es zur sogenannten Beweislastumkehr. Das bedeutet, nicht mehr der Patient, sondern der Arzt bzw. das Krankenhaus müssen beweisen, dass auch bei richtigem ärztlichen Vorgehen die gleichen Folgen eingetreten wären, beziehungsweise dass es nahezu ausgeschlossen ist, dass der Behandlungsfehler zu dem Gesundheitsschaden geführt hat.

Gerade im Arzthaftungsrecht muss jeder Fall individuell auf eine Vielzahl von Umständen überprüft werden, um ihn sowohl medizinisch als auch rechtlich würdigen zu können.

„Wir Juristen interessieren uns für Paragrafen. Vor allem aber interessieren wir uns für Menschen und ihre Schicksale. Unsere Anwälte hören deshalb genau zu und verstehen sich weit über juristische Fragen hinaus als Ratgeber und Begleiter.“

Schadensersatzansprüche bei falsch behandeltem Schlaganfall

Gelingt es, den Behandlungsfehler nach einem Schlaganfall nachzuweisen, muss die Versicherung des Arztes bzw. des Krankenhauses dem geschädigten Patienten sämtliche entstandenen Schäden ersetzen. Dazu gehört zum einen das Schmerzensgeld als Entschädigung für die verlorene Lebensqualität und Lebensfreude. Zum anderen haben geschädigte Schlaganfallpatienten Anspruch auf weitere Schadenspositionen, wie beispielsweise den Verdienstausfall, den Haushaltsführungsschaden, vermehrte Bedürfnisse, Pflege- Betreuungskosten usw. All diese Schäden müssen korrekt ermittelt und beziffert werden, um die Ansprüche konsequent durchsetzen zu können.

Versuchen Sie niemals allein, d.h. ohne kompetenten juristischen Beistand mit einem Arzt oder einer Versicherung zu verhandeln, sondern suchen Sie sich einen erfahrenen Rechtsanwalt.

Fachanwälte für Medizinrecht – spezialisiert auf Behandlungsfehler in der Neurologie

Wir kämpfen für Ihr Recht

Malte Oehlschläger, Fachanwalt für Medizinrecht, Arzthaftungsrecht

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Irem Scholz, Fachanwältin für Medizinrecht, Arzthaftungsrecht, Schmerzensgeld

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Jan Tübben, Arzthaftungsrecht, Fachanwalt für Medizinrecht

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Um unseren Mandanten eine optimale Beratung zu garantieren, haben wir unsere Anwälte sich ausschließlich auf die Rechtsgebiete rund um das Personenschadensrecht spezialisiert. Dazu gehören die Bereiche Arzthaftungsrecht, Medizinrecht, Verkehrsrecht (Personenschäden nach schweren Unfällen), Versicherungsrecht und Sozialrecht.

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